Er wolle mit ihm etwas Wichtiges bereden, das habe der Anrufer zu seinem späteren Opfer am Telefon gesagt. Als sich der 16-jährige Ivan dann auf dem Parkplatz eines Grazer Supermarktes mit dem Unbekannten traf, bekam er „zur Begrüßung einen Bauchstich“, wie der schwer verletzte Russe der „Steirerkrone“ schildert.
Die Notoperation verlief gut, die Verletzungen aber sind schwer: Das Messer drang zwischen Milz und Leber ein, hatte zuvor eine Rippe durchstoßen. Ivan (16) hat einen dicken Verband um den Bauch, kann aber sein Bett im Grazer LKH schon wieder verlassen. Eigentlich unglaublich: „Der Arzt hat gesagt, wäre der Bauchstich einen Zentimeter anders gesetzt worden, wäre das tödlich für mich ausgegangen“, sagt der russische Staatsbürger im „Steirerkrone“-Interview.
Wie berichtet, war der junge Mann (er absolviert eine überbetriebliche Lehrausbildung in Graz) vor einem Supermarkt in der Münzgrabenstraße niedergestochen worden - aus heiterem Himmel. Trotz Alarmfahndung entkam der Täter. Aber wie kam es überhaupt zur brutalen Messerattacke - und wer war der skrupellose Angreifer?
„Zur Begrüßung hat er zugestochen“
„Mich hat jemand am Handy angerufen, der etwas Wichtiges mit mir bereden wollte. Dann bin ich mit Freunden zum Treffpunkt gegangen. Zur Begrüßung hat er zugestochen“, schildert Ivan die dramatischen Sekunden. „Er wollte mir sogar noch einen zweiten Stich versetzen - ich habe keine Ahnung, warum.“ Sowohl Messerstecher als auch Opfer liefen dann davon. „Ich habe überraschend wenig geblutet. Aber meine Freundin hat gleich die Rettung gerufen. Ich bin froh, dass ich überlebt habe!“
Die Täterbeschreibung
Das junge Opfer wurde am Donnerstag von der Polizei befragt, von den Aussagen erwartet man sich Erkenntnisse zu den Hintergründen. Die Angaben zum Täter: Er soll zwischen 17 und 19 Jahre alt und 178 Zentimeter groß sein und war mit einem weißen Kapuzensweater und darüber einer Daunenjacke bekleidet. Er trug eine schwarze Kappe und einen weißen Mund-Nasen-Schutz.
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