Kennzeichnungslücken

Am besten schmecken uns heimische Ostereier!

Steiermark
23.03.2021 06:00

Noch immer werden den Konsumenten Millionen Eier aus Käfighaltung untergeschoben. Gerade zu Ostern ist es wichtig, auf die Herkunft zu achten.

Wer gut, gesund und heimisch essen will, dem wird das manchmal ganz schön schwer gemacht: An die 13.000 Produkte, die Ei enthalten - so schätzen die Experten der Landwirtschaftskammer - werden im Handel angeboten, von Nudeln bis hin zum Kuchen. Laut jüngster Überprüfung waren aber lediglich bei einem einzigen der 31 getesteten Erzeugnisse Herkunft und Haltungsform ganz klar nachvollziehbar gekennzeichnet.

Zitat Icon

"Wir fordern endlich eine ganz klare Kennzeichnung"

Maria Pein, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark

Bei 23, das sind mehr als 74 Prozent, müsse man, so die Tester, davon ausgehen, dass dem Kunden Ei-Beigaben aus bei uns längst verbotener ausländischer Käfighaltung untergejubelt werden. 195 Millionen, so die gigantische Zahl, an Billigeiern gelangen pro Jahr so in österreichische Mägen. Und das, obwohl es am Beispiel der Biskotten nur einen Cent mehr kosten würde, wäre darin steirisches Ei. „Wir fordern endlich eine ganz klare Kennzeichnung, es gibt hier noch erhebliche Lücken“, so Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein.

In der eigenen Küche will man Qualität

Und die Konsumenten legen offenbar immer mehr Wert auf gute Haltungsformen für die fleißigen „Produzentinnen“; noch mehr, seit der Krise.

Daran erkennbar: 37 Prozent der bei uns gelegten Eier gehen in den Handel, 34 Prozent in die Gastronomie. Seit diese ausgelassen hat, bleiben viele Unternehmer massenhaft auf ihren Bodenhaltungs-Eiern sitzen - während die Nachfrage nach Freilandeiern steigt. „Der Handel verzeichnet dabei einen Zuwachs von elf Prozent“, so Bernhard Monschein, Obmann der steirischen Geflügelhalter. Der Schluss daraus: In der eigenen Küche legt man Wert auf Qualität und Tierwohl. Um diesem Trend zu entsprechen, überlegen viele auch den Umstieg auf fröhliche Hühner im Freiland.

Gegen langen Transport, für heimische Wirtschaft

Viele verzeichnen mit dem Ei aus weiß-grünen Gefilden große Erfolge, wie der Unternehmer Patrick Stangl, der für seine Nudeln oder Knödel ausschließlich auf heimische Eier umgestiegen ist. „Wir vermeiden damit lange Transportwege wie zum Beispiel aus Amerika und unterstützen unsere Bauern und Wirtschaft.“

Die Geschmäcker sind verschieden, wie ein kleines Kuriosum zeigt: Während die Europäer hauptsächlich braune Eier essen, werden für den amerikanischen und asiatischen Markt fast ausschließlich weiße produziert. In Österreich sind die gegessenen Eier zu 95 Prozent braun. Immer beliebter werden auch die Eier, die schon bunt - von grün bis rot - gelegt werden!

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Steiermark
23.03.2021 06:00
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt