Akute Infekte, Fieber, Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung: Wem es in der Nacht plötzlich schlecht geht, der bekommt per Notruf 141 rasche Hilfe. Im Rahmen des Ärztenotdienstes versorgen niedergelassene Mediziner die Bevölkerung aller Grazer Stadtbezirke und einiger umliegender Gemeinden; insgesamt 320.000 Einwohner. 16.384 Einsätze gab es allein im heurigen Jahr - ein gut funktionierendes System, das jetzt allerdings vor dem Aus steht!
Grazern bleibt nur Privatfahrt ins Spital
Denn mit 31. Dezember endet der bisherige Vertrag zwischen Stadt und Ärztekammer, und eine Verlängerung ist bis dato nicht zustande gekommen. Es geht, wie so oft, ums liebe Geld. "Den Grazern bleibt ab 1. Jänner nur noch die strapaziöse Privatfahrt ins Spital. Eine patientenfreundliche Institution wie der Ärztenotdienst wird einfach totgespart", schlägt der Ärztekammer-Präsident Wolfgang Routil Alarm.
Runder Tisch soll her
In der Stadtregierung sieht man die Situation weniger dramatisch. Es sei keine Gefahr im Verzug, die Versorgung bis März gesichert, sagt Gesundheitsstadtrat Karl-Heinz Herper. Übergangslösungen habe man bereits in der Schublade. Nicht akzeptabel seien aber prognostizierte Kostensteigerungen für den Dienst um 66 Prozent, in Summe um 100.000 Euro. "Das ist im Sinne der Steuerzahler nicht hinnehmbar!" Jetzt soll ein Runder Tisch (auch mit Bürgermeister Siegfried Nagl) her. Die Zeit drängt...
Daten und Fakten
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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