09.03.2021 07:00 |

Nach 3 Wochen

Brasilien-Virus jetzt in Salzburg bestätigt

Nach drei Wochen herrscht jetzt Gewissheit: Ein Salzburger war mit der brasilianischen Mutation des Coronavirus infiziert. Daraus werden nun die Konsequenzen gezogen.

Am 17. Februar 2020 bemerkte ein Labor bei einer Salzburger Covid-Probe Merkmale der brasilianischen Mutation. Am Montag, also fast drei Wochen später, kam jetzt die Bestätigung von der Gesundheitsagentur AGES aus Wien: Der Salzburger war tatsächlich mit der brasilianischen Virus-Variante infiziert! Der Mann soll schon wieder gesund sein und keine weiteren Personen angesteckt haben. Wo er sich infiziert hat, ist nicht bekannt.

Drei Wochen sind in einer Pandemie eine lange Zeit – eine zu lange Zeit, um auf Ergebnisse zu warten – hier waren sich Mediziner in letzter Zeit einig. Warum die Sequenzierung so lange dauert? „Das ist ein sehr aufwändiges Verfahren, bei dem mindestens zehn Arbeitstage gerechnet werden müssen“, erklärte ein AGES-Sprecher. Ab Mitte März will das Landeskrankenhaus die Proben-Untersuchungen deshalb selbst in die Hand nehmen und die Wartezeit so auf fünf Tage verkürzen. Das Labor Novogenia bietet sogar ein anderes Test-Verfahren an, das binnen 24 Stunden ein genauso zuverlässiges Ergebnis bringen soll. Anfragen vom Land hat es beim Eugendorfer Labor diesbezüglich noch nicht gegeben.

Briten-Mutation macht schon 80 Prozent aus
Was passiert, wenn die Mutations-Eindämmung aus dem Ruder läuft, sieht man im Moment bei der Briten-Mutation. Diese hat sich in den letzten zwei Monaten so stark verbreitet, dass Ende Februar bereits fast 80 Prozent aller Covid-Positiven mit dem Briten-Virus infiziert waren. Auch das Contact Tracing schärft aufgrund der ansteckenderen Mutationen jetzt nach: So müssen Covid-Positive jetzt 14 statt der üblichen zehn Tage in Quarantäne. Außerdem braucht man zur Entlassung aus der angeordneten Isolation immer einen negativen PCR-Test.

Marie Schulz
Marie Schulz
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