26.02.2021 08:00 |

Manufaktur Kepka

Hüte aus Grazer Hand liegen wieder voll im Trend!

Im Jahr 1910 datiert die Gründung der Hutfabrikation Josef Kepka in Graz - und die traditionelle Fertigung des Kopfschmuckes erlebt einen Boom. Eine junge Frau fertigt ihn mit Herzblut.

Seit 2003, damals war sie erst 21 Jahre alt, führt Karin Krahl-Wichmann die Hutgeschäfte im Traditionsgeschäft in der Wickenburggasse - und heute noch „taugt“ der Steirerin die Arbeit voll. „Es ist der gesamte Prozess, den ich immer wieder aufregend finde“, erzählt sie. „Von den Beratungsgesprächen, die oft zwei, drei Stunden dauern, weil die Kunden das Durchprobieren und Informiertwerden auch genießen. Bis hin zur Produktion. Und der Freude, wenn der Hut dann fertig gestellt ist.“

Bis zu zwei Tage kann das dauern, etwa beim Ausseerhut, „der muss über Nacht trocknen“. Sehr liegen Karin Krahl-Wichmann auch die gefinkelten Modelle, die viel Fertigkeit einfordern, „das sind vor allem Hüte, die zu Uniformen gehören. Wir beliefern ja auch die Spanische Hofreitschule.“ Der Ruf der Hutmanufaktur geht jedenfalls über die Grenzen hinaus, Kunden hat das Grazer Geschäft auch in den USA oder in der Schweiz. „Wir haben einen Herrn, der war schon mehrmals da. Dafür reist er extra 1000 Kilometer her. Und zurück!“

Generell ortet sie einen Boom auf die schmucke Kopfbedeckung, „nämlich auch von den Jungen, bei Herren genauso wie Damen. Es geht, vor allem seit Corona, viel in Richtung Steirisches, das betrifft auch die Kleidung. Und den Hut.“ Sie selbst findet es sehr cool, wenn im Alltag Hüte getragen werden. Nie würde sie ihre allerdings an Influencer oder Prominente verschenken, „nur um damit auf Instagram zu erscheinen. Wie sollte ich das etwa jener Schülerin erklären, die lange gespart hat, weil sie zur Maturafeier ihren selbst gekauften Hut tragen wollte?“

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, Krahl-Wichmann fertigt auch nach den Vorstellungen der Kunden, „wobei ich ein bissl einbremsen muss, wenn jemand Blumerl, Mascherl und Federn, alles vereint haben will. Das sieht nicht gut aus.“ Aber auch unter ihren vielen Modellen im Geschäft findet sich viel Passendes. Kepka heißt übrigens auf russisch: Hütchen!

Diese Serie ist eine Initiative der Volkskultur Steiermark und der „Kronen Zeitung“.

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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