Suchtgift-Missbrauch?

Cannabis-Kunstprojekt wird jetzt Fall fürs Gericht

Steiermark
17.02.2021 20:18
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Kunst oder doch Suchtgift-Missbrauch? Dieser Frage muss am Freitag das Bezirksgericht Graz-Ost nachgehen, wenn über das Projekt von k.ada und Werner Schimpl verhandelt wird. Die beiden Künstler hatten im Herbst im Dom im Berg Cannabis-Pflanzen gesetzt und auch geerntet. Das brachte den beiden eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Suchtmittelgesetz ein, obwohl sie angaben, dass die Ernte als Teil des Projekts zu künstlerischen Zwecken konserviert werde.

Zunächst waren es sieben Hanfpflanzen, dann kamen noch acht dazu - das war Grund genug für eine Anzeige, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf APA-Anfrage. Die Anklage bezieht sich auf einen Deliktszeitraum von 20. September bis 4. Dezember 2020.

Die Pflanzen waren Teil der Lichtinstallation „Transparadox“ und nur als Silhouetten zu sehen. Die Arbeit sollte ein Beitrag zur „Diskussion über die Legalisierung von Cannabis in einer Konfrontation mit gesellschaftlich anerkanntem, allgemein zugänglichen Alkoholangebot“ sein, hieß es seitens der Künstler.

Kein rasches Urteil erwartet
Bei der Verhandlung wird es auch um die Frage gehen, warum die Künstlerin und der Künstler THC-hältige Pflanzen für ihre Arbeit verwendet haben. Der Prozess beginnt um 11 Uhr, ein Urteil wird für Freitag nicht erwartet.

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