Tankstellen-Treffs ohne Maske und Abstand, offene Gasthäuser oder ausufernde Privatpartys: Heuer gingen bereits 200 Strafen wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen beim Strafamt in der Stadt Salzburg ein. Auch bei der Staatsanwaltschaft langen immer mehr Anzeigen ein, wo es um gerichtlich strafbare Corona-Vergehen geht.
Die Bandbreite der Anzeigen, die täglich beim Strafamt eintrudeln, ist groß: Von Salzburgern, die ihre Quarantäne nicht einhalten, über nächtliche Tankstellentreffen bis hin zur fehlenden Maske bei Demonstrationen. 200 Anzeigen langten allein heuer schon im Stadtmagistrat ein.
Häufig nur ein Delikt von vielen
Corona-Vergehen sind dabei häufig nur ein Delikt von vielen, wie Roland Schagerl von der Strafamtsabteilung berichtet: „Häufig gehen Covid-Anzeigen mit Lärmbelästigung oder Alkoholisierung einher. Da überprüft die Polizei gleich auch die Covid-Regeln.“
Als Beispiel nennt der Beamte eine Busfahrt vor einigen Wochen: Ein Fahrgast wurde beim Schwarzfahren erwischt und legte sich dann mit dem Busfahrer an. „Da ging gleich eine Covid-Anzeige ein, weil der Mann den Abstand nicht eingehalten hat“, erklärt Schagerl. Laufend melden Beamte auch Lokalbetreiber, die trotz Verbots Gäste bewirten. „Zehn Vergehen liegen heuer vor.“
Mehr Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft
Gegen 54 Personen erhob die Staatsanwaltschaft seit vergangenem Jahr Anzeige wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. „Besonders in den vergangenen Wochen häufen sich die Verdachtsfälle“, so Marcus Neher, Sprecher der Staatsanwaltschaft.
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