03.12.2010 15:14 |

Kaprun-Erweiterung

Kraftwerk "Limberg II" produzierte erstmals Strom

Die Erweiterung des Kraftwerkstandorts Kaprun kommt voran - im Pumpspeicherkraftwerk Limberg II wurde mit der Synchronisation des ersten Maschinensatzes nun erstmals Strom erzeugt und ins Netz eingespeist, teilte der Verbund mit. Viereinhalb Jahre nach dem Spatenstich seien die Bauarbeiten nun abgeschlossen, jetzt starten die rund sechs Monate dauernden Vorarbeiten für die Inbetriebnahme der beiden neuen Maschinensätze. Die endgültige Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2011 geplant.

Das unterirdische Pumpspeicherkraftwerk Limberg II hat eine Pump-und Turbinenleistung von 480 Megawatt (MW). Damit wird die bestehende Kraftwerksanlage in Kaprun auf insgesamt 833 MW erweitert. Zum Vergleich: Das Wiener Donaukraftwerk Freudenau hat eine Leistung von 172 MW.

Kommt auch "Limberg III"?
Rund 10 Prozent der in Österreich benötigten Ausgleichs- und Regelenergie sollen künftig aus Kaprun kommen. Der Verbund plant aber schon eine neue Erweiterung: Das Projekt Limberg III, im wesentlichen eine Zwillingsanlage zu Limberg II mit ebenfalls 480 MW Leistung, ist derzeit zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Die Realisierung sei aber von der Fertigstellung der 380-kV-"Salzburg"-Leitung abhängig, heißt es aus dem Verbund.

30 % des Investitionsvolumens für Region 
Die Investitionen in Limberg II werden vom Verbund mit 400 Millionen Euro beziffert. Davon seien rund 120 Millionen Euro in der Region Salzburg ausgegeben worden, so Michael Amerer, Vorstand der Verbund-Wasserkraft-Tochter AHP (Austrian Hydro Power). Der Verbund sei verpflichtet, Leistungen europaweit auszuschreiben. Für die heimische Wirtschaft sei es ein hervorragendes Zeugnis, dass dennoch rund 30 Prozent des Investitionsvolumens an die lokale und regionale Wirtschaft vergeben werden konnten.

In den kommenden sechs Monaten wird in Kaprun nun auch die zweite Maschine fertig montiert und die Anlage ausführlich getestet. Ab Mitte 2011 wolle der Verbund mit Limberg II Ausgleichs- und Regelenergie als Ergänzung zur Wind- und Solarstromerzeugung zur Verfügung stellen, so AHP-Vorstand Karl Heinz Gruber.

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