Mehrere Varianten

Niederösterreich: 238 Fälle von Virus-Mutationen

„Uns fehlen Hunderte Ergebnisse und damit jede Entscheidungsgrundlage zu möglichen Öffnungen“, bemängelten die niederösterreichischen Gesundheitsexperten noch am Wochenende in der „Krone“. Nachdem dann am Montag die Öffnungsschritte verkündet wurden, kamen am Mittwoch jetzt die denkbar schlechtesten Nachrichten aus den Wiener Laboren: In 84 Fällen konnte die britische Mutation des Virus, in 154 weiteren Fällen aber auch andere Varianten nachgewiesen werden. 

Zwei Tage nach der Verkündung und vier Tage vor dem Inkrafttreten der ersten Lockerungen im Land ereilte die niederösterreichischen Gesundheitsbehörden am Mittwochabend noch eine wahre Hiobsbotschaft. Wie die „Krone“ und der „ORF“ erfahren haben, wurden nun nämlich endlich die Ergebnisse von 238 Verdachtsfällen in NÖ aus den Wiener Laboren zurück nach St. Pölten gefunkt.

„Betroffene bereits in Quarantäne“
„In 84 Fällen konnte die britische Mutation, in 154 weiteren Fällen zudem auch noch andere Mutationen festgestellt werden. Alle betroffenen Personen sind bereits in Quarantäne“, heißt es dazu aus dem Büro der Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

1348 Ergebnisse noch ausständig
Um welche Mutationen es sich dabei handelt, sei indes noch unklar, 1348 Ergebnisse zudem noch ausständig. In den kommenden Tagen sollen die Varianten und ihr Auftreten nun analysiert und eingeordnet werden. Unklar bleibt auch, was die neuen Erkenntnisse aus dem größten Bundesland jetzt für die für Montag geplanten Öffnungen bedeuten.

Fix scheint nur: Sollte es sich bei einem der vorliegenden unklaren Fälle um die laut Forschern weit gefährlichere brasilianische Virusvariante handeln, könnte das noch zu einem echten Gamechanger werden. Ausschließen wollte man das bei den NÖ-Behörden jetzt nicht mehr ...

„Bild über Infektionslage verschaffen“
„Die neuen Virus-Varianten ändern an der grundlegenden gesundheitsbehördlichen Tätigkeit nichts“, stellte Königsberger-Ludwig klar. Auch weiterhin gehe es darum, Contact Tracing zu betreiben. „Auch die Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckung sind die gleichen. Wichtig für die Gesamtbetrachtung ist allerdings, dass wir uns ein Bild über die Infektionslage verschaffen und ob es durch das Aufkommen der Mutation zu erhöhten Ansteckungszahlen kommt, was wiederum für die weitere Beurteilung der Lage von Bedeutung ist“, so die Landesrätin.

Nikolaus Frings, Kronen Zeitung

 Niederösterreich-Krone
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