Da hat Frau Holle ganze Arbeit geleistet: Wintereinbruch in der Steiermark - dementsprechend die Straßenverhältnisse. So quälte sich der KAC-Bus knappe vier Stunden über die Pack, erreichten Kalt & Co. gerade eine Stunde vorm "Eröffnungsbully" Liebenau. Auch im "Bunker" selbst blieben viele Plätze frei, waren's "nur" 3.000, die sich den Klassiker live gaben.
Die Klagenfurter waren jedenfalls schnell auf Betriebstemperatur. Tremblay in der "Kühlbox", Brandner zog ab, 1:0 für den KAC - da waren gerade 108 Sekunden gespielt. Die Grazer Antwort ließ aber auch nicht lange auf sich warten. Stefan Herzog haute einen Abpraller nach Ouellette-Schuss zum 1:1-Ausgleich ins Netz - da jubelten auch seine aus Zell "eingeflogenen" Eltern.
Drei Minuten später wurde der Jubel noch größer: Youngster Manuel Ganahl brachte die 99ers mit seinem ersten Saisontor 2:1 in Front. Nicht unverdient - nur das Grazer Powerplay ist weiter nicht zum Anschauen. 41 Sekunden lang produzierten Norris & Co. bei einer 5:3-Überzahl keine einzige Tor-Chance. Im Mitteldrittel war der Grazer Schwung weg, gab der Leader den Takt vor. Kapitän Brandner sorgte auch für das 2:2 (35.). Sekunden später hätte Lenes für die 99ers-Führung sorgen können (müssen) vergab aber.
Nur Norris traf im Penaltyschießen
Die Grazer ließen in der Offensive immer mehr nach, der KAC machte auch im Schlussabschnitt das Spiel. Furey sorgte in der 52. Minute für die verdiente Kärntner Führung. Aber die 99ers kamen zurück - 93 Sekunden vor Schluss brachte Yannick Tremblay die Gilligan-Cracks in die Overtime. Die Entscheidung fiel erst im Penaltyschießen. Da trafen für die Kärntner Kalt und Spurgeon, bei den Grazern nur Norris. "Wir haben bis zum Ende gefightet, waren aber dazwischen etwas zu passiv", trauerte Kapitän Lange um den möglichen Sieg. Bill Gilligan: "KAC war besser, wir haben gute Moral gezeigt."
von Marcus Stoimaier, "Steirerkrone"
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