In der Wohnung ist es kalt, so kalt, dass man die Luft wie einen Eishauch ausatmet. Die Mutter, selbst noch ein Dirndl, und ihre kleine Tochter (Bild) sind dick eingemummt, aber beide dennoch schwer verkühlt. Sie waren heftiger Gewalt ausgesetzt - und brauchen für ihr neues Leben nach dem "Befreiungsschlag" einen Kickstart.
Zu dritt versuchen wir den alten Holzofen in Gang zu bringen - und kommen nur bis zu einer kläglichen Flamme, die gleich wieder verglüht. "Es geht auch so, wir sind eh warm angezogen", versucht die junge Frau tapfer zu lächeln. Ein Lächeln, das ihr schwer fällt - zu viel hat sie durchgemacht. Und das war vor allem Gewalt.
Eingesperrt hat sie der Ex-Freund, die Schnalle der Tür abgeschraubt, sie bedroht, geschlagen, gewürgt. Ihr die Zahnbürste in den Mund gerammt. Vieles geschah vor der Tochter, jetzt 18 Monate alt. So klein, so hilflos - aber groß genug, um zu spüren, dass da Schreckliches vor sich geht. "Der Kleinen hat er aber nie was getan", sagt die Mutter. "Freilich, wenn sie seine Playstation angegriffen hätte..."
Kind traumatisiert
Das Kind ist traumatisiert, das merkt man auch ohne Psychologiestudium. Wenn die Mama nur aus dem Zimmer geht, bekommt es hysterische Weinkrämpfe, ist nicht zu beruhigen. Dass der Freund jetzt verurteilt wurde und im Gefängnis sitzt, "ist unsere große Chance", sagt die junge Mama. Doch für den Neuanfang brauchen sie Hilfe!
Ein altes Haus, billigst zu mieten, hat die Frau gefunden. Es gibt keine Küche, nur alte Teile, die andere längst aus ihren Wohnungen geschmissen haben, die sie aber allein auch nicht zusammenbauen kann. Es gibt kaum Möbel, nicht einmal ein Waschbecken im Bad. Nichts Schönes, Warmes, das ein Haus zum Zuhause macht. Für die nötige Waschmaschine geht die Frau Plasma spenden. Sobald sie ihr Kind in Betreuung geben kann, will die Frau, die bildhübsch und blitzgescheit ist, unbedingt arbeiten! Und ein neues Leben beginnen - im Moment ist sie aber nur noch mutlos.
Verhilf Mutter und Kind zum Weihnachtswunder!
Konto: BLZ 20815, Nr. 2500-718404
von Christa Blümel, Claudia Fulterer ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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