Das Fekete-Stadion als größter "Kühlschrank" der Steiermark - das Spielfeld konnte vom Räumkommando zwar vom Schnee befreit werden, der Frost hing aber hartnäckig über der "Böhlerstadt". Die "Falken" hatten aber ein Mittel gegen die Kälte - viel Bewegung.
Vor allem Trainer-Filius Michael Gregoritsch gab der Neustadt-Abwehr bei seinem Debüt in der Startelf einiges aufzulösen. Zuerst setzte er Sturmpartner Deni Alar mustergültig in Szene, als der an Fornezzi scheiterte, fehlten beim Lupfer von "Gregerl junior" nur Zentimeter (7.) - kurze Zeit später war's umgekehrt: Zuerst scheiterte der 16-Jährige an Fornezzi, den Nachschuss haute Alar trocken zum 1:0 in die Maschen (18.).
Rascher Ausgleich
Blöd nur, dass der Konter der Niederösterreicher nicht lange auf sich warten ließ: Patrick Wolf überraschte Namensvetter und KSV-Goalie Raphael gerade einmal eine Minute später mit einem direkten Freistoß aus spitzem Winkel - 1:1. Kapfenberg geschockt? Nicht wirklich. Alar (33.) und Gregoritsch (39.) ließen weitere Sitzer aus. Umso bitterer dann die Szene kurz vorm Pausenpfiff. Wieder enteilte Wolf Bewacher Kocin, seine Hereingabe "fischte"Schmid, Simkovic sagte artig "Danke" - 1:2 (45.). Im zweiten Durchgang war die Partie völlig offen: Zuerst streifte ein Mavric-Freistoß die Stange (61.) - sechs Minuten später traf Grünwald auf der anderen Seite nur die Latte. KSV war zwar optisch weiter überlegen, aber nicht mehr so zwingend wie - so entführte die Schöttel-Elf die drei Punkte.
"Es tut schon weh"
Leicht frostig war die Stimmung naturgemäß in Kapfenberg - und das hatte ausnahmsweise nichts mit den Temperaturen zu tun. "Es tut schon weh, wenn man mit so einer Anzahl an Großchancen eine Partie verliert", ärgerte sich KSV-Coach Werner Gregoritsch. Als Vater war er am Samstag wieder einmal mächtig stolz auf Sohnemann Michael. "Was er da mit seinen 16 Jahren geleistet hat, ist schon stark - eigentlich sensationell!" Peter Schöttel, der Coach der Wiener Neustädter, registrierte ehrlich: "Für uns war das heute wirklich ein sehr glücklicher Sieg."
von Marcus Stoimaier, "Steirerkrone"
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