„Bleiben Linie treu“

Grazer wollen keine billigen Masken produzieren

Steiermark
19.01.2021 06:00

FFP2-Masken werden in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln zur Pflicht - und somit zu einem begehrten Gut. In Graz gibt es eine Produktion - doch bei den angekündigten Schleuderpreisen möchte sie nicht mitmachen. „Wir setzen weiter auf Qualität.“

Die Stoffmasken haben ausgedient: Ab Montag sind die hochwertigeren FFP2-Masken in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Das sollte eigentlich eine gute Nachricht für Aventrium sein. Das erst im Vorjahr gegründete Grazer Unternehmen hat in der ehemaligen Kirchner-Kaserne eine Maskenproduktion mit in Kürze über 100 Mitarbeitern aufgebaut und könnte laut Geschäftsführer Dominik Holzner Österreichs Tagesbedarf von 2,5 Millionen Stück „locker“ decken.

(Bild: Christian Jauschowetz)

„Bei dieser Preispolitik machen wir nicht mit“
Allerdings: „Bei dieser Preispolitik machen wir nicht mit.“ Die FFP2-Masken sollen ja laut Regierung möglichst günstig über Supermärkte verkauft werden - gesprochen hat vor dieser Ankündigung am Sonntag aber niemand mit Holzner. „Die kolportieren Preise sind für uns nicht machbar. Wir bieten Qualität und bleiben unserer Linie treu“, betont er. „Eine Maske soll ja schützen.“

Dominik Holzner (Bild: Christian Jauschowetz)
Dominik Holzner

Ein Beispiel: Bei Aventrium liegen die Personalkosten pro Maske bei 28 Cent, bei asiatischen Herstellern sind es teils nur vier bis sechs Cent. Zudem beziehen die Grazer den Großteil der Rohstoffe aus Europa.

(Bild: Christian Jauschowetz)
(Bild: Christian Jauschowetz)

Aufträge über 36 Millionen Stück
Derzeit wird ein Großteil der Ware von Aventrium nach Deutschland und in die Schweiz geliefert. Die Grazer beliefern auch heimische Apotheken sowie Teile der Rewe-Gruppe und Spar. Alleine am Montag trafen Aufträge für etwa 36 Millionen Stück ein.

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