Vorfreude groß

Geimpfte Seniorin: „Kann endlich Enkel umarmen“

Salzburg
15.01.2021 09:00

Bis Ende nächster Woche sollen die ersten Teilimpfungen in allen Seniorenheimen abgeschlossen sein. Edda Suppan aus St. Johann im Salzburger Pongau hat das Vakzin bereits verabreicht bekommen. Über den Nadelstich ist die Pensionistin froh. Die „Krone“ sprach mit der Pensionistin. „Die Impfung kann uns nur schützen“, meint sie.

Kommende Woche will das Land die ersten Corona-Impfungen in den 75 Salzburger Seniorenheimen abschließen. In St. Johann haben bereits 73 von 81 Bewohnern eine Dosis erhalten. Auch Edda Suppan (80) hat sich freiwillig für die Spritze gemeldet. „Ich habe nichts gespürt. Es hat überhaupt nicht wehgetan“, berichtet die 80-Jährige. Die Diskussionen um das in Rekordzeit entwickelte Vakzin versteht Suppan nicht. „Die Impfung kann uns nur schützen“, ist die Pensionistin überzeugt.

Vielmehr ist die 80-Jährige um die Impfung gegen das für Rentner oft tödliche Virus dankbar. Die gebürtige Grazerin lebt seit März 2020 in dem Pongauer Seniorenheim. Am 29. Jänner wird in der Einrichtung in St. Johann die zweite Teilimpfung verabreicht. Für die Zeit danach hat die zweifache Großmutter bereits Pläne. „Dann kann ich endlich wieder meine Enkel umarmen und abschmusen“, freut sich Suppan. „Und ich werde zu meiner Tochter gehen“, ergänzt sie. 

Das Seniorenheim in St. Johann (Bild: Gerhard Schiel)
Das Seniorenheim in St. Johann

Pensionistin wünscht sich Rückkehr zur Normalität
Vor etwaigen Folgen des Nadelstichs hat Suppan keine Angst. „Muskel- und Armschmerzen, Müdigkeit oder Kopfschmerzen treten am häufigsten danach auf. Und das bei rund 80 Prozent der Testpersonen“, weiß Impfreferent Holger Förster von der Salzburger Ärztekammer. „In der Regel verschwinden die Beschwerden binnen einiger Tage“, so der Mediziner.

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Ich habe den Krieg erlebt, aber dass ich eine solche Pandemie mitbekomme, hätte ich niemals gedacht. Die Normalität soll schnell zurückkehren.

Edda Suppan

Er erwartet mit den Impfungen eine „Änderung der Todesfallzahlen bis Mitte Februar“. „Desto mehr kann man dann die Schutzmaßnahmen reduzieren“, meint der Experte. Darauf hofft auch Suppan. „Ich habe den Krieg erlebt, aber dass ich eine solche Pandemie mitbekomme, hätte ich niemals gedacht. Die Normalität soll schnell zurückkehren.“

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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