Wetterumschwung

Tirol: Zuerst viel Neuschnee, dann eisige Kälte

Tirol
10.01.2021 08:06

Der Winter kam bisher in Nordtirol nur zaghaft auf Touren. Das ändert sich ab der Wochenmitte radikal: „Dass einiges an Neuschnee fällt, ist anhand der Wettermodelle abgesichert“, sagte ZAMG-Meteorologe Alexander Radlherr auf „Krone“-Anfrage. Sogar im Inntal soll sich von Mittwoch bis Freitag eine passable Schneedecke bilden, danach herrscht Kälte.

Heute, Sonntag, will die ZAMG eine Wettervorwarnung herausgeben. Laut den am Samstag vorliegenden Prognosen sollten sogar im Inntal 30 bis 60 Zentimeter Schnee fallen. „Im Gebirge dürfte es mehr als ein Meter sein“, präzisierte Radlherr.

Eine gute Nachricht für alle Wintersportler, besonders für Tourengeher (bitte mit besonderer Vorsicht). Denn in Nordtirol waren viele gängige Routen im bisherigen Winter kaum möglich. Auch die Skigebiete mussten sich auf Tausende Schneekanonen verlassen, um den einheimischen Gästen gut präparierte Pisten bieten zu können.

Kurzes Ansteigen der Schneefallgrenze?
Eines der Fragezeichen im Rahmen des Frontsystems ist die Schneefallgrenze: Zwischendurch, so der Meteorologe, könnte es je nach Luftmassengrenze bis 1000 Meter regnen, der wahrscheinlichste Tag dafür sei der Donnerstag. Generell sei eine starke Nordwest- bis Nordstaulage zu erwarten. Laut vorsichtigen Prognosen bleibt es winterlich. „Schnee und kalte Temperaturen werden uns weiter begleiten“, blickt Radlherr auf die Wetterkarten.

(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Bis zu minus 25 Grad in verschneiten Tälern
Der Wetterdienst UBIMET wagt eine mittelfristige Prognose: „Ab Donnerstag klingt der Schneefall ab, dafür rücken dann immer tiefere Temperaturen in den Fokus. Aus Russland strömt nämlich zum kommenden Wochenende hin eisige Luft heran, selbst tagsüber stellen sich oftmals nur Höchstwerte von minus 10 bis minus 5 Grad ein“, prophezeit UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer.

In den Nächten rasseln die Temperaturen dann – besonders dort, wo Schnee liegt und die Wolken auflockern – noch tiefer ins Minus. Selbst im östlichen Flachland heißt es bei minus 15 bis minus 10 Grad frieren, in manchen Alpentälern drohen sogar Tiefsttemperaturen von minus 20 bis minus 25 Grad.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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