Rektoren warnen

An den heimischen Unis drohen Entlassungen

Steiermark
19.11.2010 18:02
Die Situation an unseren Unis spitzt sich dramatisch zu. Bereits einmal haben sich die steirischen Rektoren mit einem Hilfeschrei an die Öffentlichkeit gewandt, am Freitag gab's die letzte Warnung. Stellt die Politik nicht endlich mehr Geld für die Bildung zur Verfügung, kommen Studenten-Aufnahmestopps und Kündigungen.

"Wir sind keine Jammerer und keine Bittsteller", schicken die Rektoren gleich voraus, sondern Menschen, denen die Zukunft des Landes und jene der nächsten Generationen am Herzen liegt. Überdies könnte es Hans Sünkel (TU, Präsident der Universitätenkonferenz) und Alfred Gutschelhofer (Rektor der Karl-Franzens-Uni) egal sein, was nach 2013 passiert. Denn dann werden die beiden ohnehin nicht mehr in Amt und Würden sein.

Finanzspritze nicht ausreichend
Ist es aber nicht - und deshalb wenden sie sich (gemeinsam mit Heinrich C. Mayr, Chef der Klagenfurter Uni) mit einem letzten Appell an die Öffentlichkeit. Die Unis seien finanziell ausgeblutet, die 80-Millionen-Euro-Finanzspritze der Regierung reiche bei Weitem nicht aus. 300 Millionen müssten es sein, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, sagen die Rektoren.

Am Montag wird es ein Gespräch mit der Regierungsspitze geben; fruchtet auch das nicht, sind Konsequenzen unausweichlich. Bereits ab dem Frühjahr 2011 drohen dann Aufnahmesperren bei den Studenten, Investitionsstopps und Personalkündigungen. Dieser "Plan B" liegt bereits griffbereit in der Schublade...

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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