"Krone": Herr Wehrschütz, wie sehen Sie die Zukunft der steirischen Spitäler?
Martin Wehrschütz: Grundsätzlich geht's uns um eine Verbesserung der derzeitigen Situation - und dazu bedarf es einer grundlegenden Strukturänderung. Man muss schauen, was man und ob man alles an einem Standort benötigt. Größere Spitäler brauchen sicher mehr Personal, kleinere hingegen eine stärkere Vernetzung mit den niedergelassenen Medizinern. Das Angebot muss sich eben nach dem Bedarf richten.
"Krone": Müssen Krankenhäuser in der Steiermark geschlossen werden?
Wehrschütz: Nein, Standorte zu erhalten ist schon okay, Schließungen halte ich nicht für sinnvoll.
"Krone": Wie schaut's mit der Finanzierung aus?
Wehrschütz: Was die Spitalskosten betrifft, sind wir im internationalen Vergleich im Mittelfeld, der Effizienzgrad ist hoch. Auch bei der Länge der Krankenhausaufenthalte steht die Steiermark nicht schlecht da. Klar ist aber: Gesundheit kostet. Und wir müssen den Menschen deutlich machen: Es wird nicht mehr alles gratis sein!
"Krone": Landesrätin Edlinger-Ploder verlangt eine "Therapie für das Gesundheitssystem". Was richten Sie ihr aus?
Wehrschütz: Die Therapie ist notwendig. Ich wünsche mir, dass die Politik die gute Versorgungskette aufrecht erhält und sie bessere Rahmenbedingungen für die niedergelassenen Mediziner schafft. Dafür müssen ausreichende Mittel vorhanden sein.
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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