Corona-bedingt

Salzburgs Lifte schränken Angebot weiter ein

Salzburg
07.01.2021 23:00

Das Familienskigebiet Lofer in Salzburg preschte mit vorübergehendem Wochenendbetrieb vor, nun ziehen viele Skigebiete nach: Lockdown-bedingt schränken die Seilbahner ihre Lift-Angebote im Jänner unter der Woche weiter ein, wie Zauchensee und die Schmitten. Rauris sperrt nur an Wochenenden auf. Die „Krone“ hörte sich um.

Damit war eigentlich zu rechnen: Keine zwei Tage nachdem die Almenwelt Lofer verkündete, bis 31. Jänner „nur“ noch von Freitag bis Sonntag aufzusperren, schränkten nun weitere Skigebiete ihr Liftangebot ein. Wie auch die Rauriser Hochalmbahnen, die ab kommender Woche ihre Lifte ebenfalls nur noch an den Freitagen und Wochenenden starten - die Pinzgauer verzeichneten am Donnerstag nur 350 Gäste statt der Saison-üblichen 2000.

(Bild: Kerstin Joensson)

Saison-Schluss schon im Februar?
„Das ist ein einziges Drama, wir schränken unseren Betrieb vorerst bis 24. Jänner ein“, berichtet Bergbahnen-Chef Siegfried Rasser der „Krone“. Nachsatz: „Sollten die Hotels nicht aufsperren, ist bei uns am 14. Februar Saison-Schluss. Wenn die Betriebe beispielsweise im März aufsperren dürfen, starten auch wir wieder die Lifte“, sagt Rasser, der seine 38 Mitarbeiter nun zur Kurzarbeit anmeldet.

Katschberg-Chef Josef Bogensperger geht einen anderen Weg: Ab nächster Woche schränkt er von Montag bis Donnerstag seine Betriebszeiten von 9 bis 14 Uhr ein, am Wochenende gelten die normalen Öffnungszeiten. „Wir sparen so Kosten, die Mitarbeiter starten mit Arbeiten, die erst im Sommer angestanden wären“, sagt Bogensperger.

Die Gasteiner Bergbahnen entscheiden am Dienstag über weitere Schritte. (Bild: Gerhard Schiel)
Die Gasteiner Bergbahnen entscheiden am Dienstag über weitere Schritte.

Zauchensee und auch Schmitten reduzieren
Ähnlich geht auch Zauchensee-Chefin Veronika Scheffer vor: Vorerst sind im Skigebiet an den ersten vier Tagen der Woche die Nebenanlagen geschlossen, ein Großteil der Pisten bleibt offen. „Wir schauen uns wöchentlich die Verordnungen an. Sobald die Hotels aufsperren, stocken wir das Angebot wieder auf“, so Scheffer, die über den Betrieb der Skischaukel Radstadt-Altenmarkt am Montag entscheiden will.

„Impfgeschwindigkeit muss schneller werden“
Die Schmitten zieht mit: Auch dort werden von Montag bis Donnerstag nur fünf Anlagen in Betrieb genommen. Chef Erich Egger ärgert die schleppende Impfaktion: „Die Regierung muss schnell mehr Impfdosen beschaffen. Es geht in erster Linie klar um Menschenleben, aber auch ums Überleben der Wirtschaft.“

Der Katschberg setzt nun auf verkürzte Betriebszeiten. (Bild: Holitzky Roland)
Der Katschberg setzt nun auf verkürzte Betriebszeiten.

Ähnlich sieht es Kitzsteinhorn-Chef Norbert Karlsböck: „Die Impfgeschwindigkeit gehört erhöht. Wichtig wäre, unter den Führenden zu sein, wir stehen international unter Beobachtung.“

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