08.01.2021 07:00 |

Salzburgs Strategie

Schnelltests, bis die Impfung Früchte trägt

Nach dem spontanen Aus für die geplanten Massentests setzt das Land Salzburg nun auf Gratis-Tests in rauen Mengen. So soll die Zeit bis zum Erreichen der heiß ersehnten Durchimpfungs-Rate überbrückt werden. Überblick darüber, wer bei welcher Station zum Abstrich kommt, hat dabei aber offenbar niemand.

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen war der Ansturm auf die Schnelltest-Stationen groß. 55.519 Salzburger bildeten ab dem 21. Dezember teils lange Warteschlangen, um vor dem Besuch bei Oma und Opa auf Nummer sicher zu gehen.

Wie viele sich an welcher Station testen ließen, weiß man nicht. Zwar wurde bekannt gegeben, dass sich die meisten - nämlich etwa 20.000 - beim Messezentrum testen ließen, wie viele es in den restlichen Gauen waren, bleibt ungewiss. Laut dem Roten Kreuz habe man aufgehört, die Daten zu erfassen, da Grenzgänger die Zahlen verfälschen würden.

Auch Alter oder Geschlecht der Testpersonen werden laut dem Land nicht erhoben. So können über die Ursache der viel höheren Positiv-Rate im Vergleich zu den Massentests (zwei Prozent zu 0,4 Prozent) im Dezember nur Vermutungen angestellt werden. Es könnte daran liegen, dass mehr jüngere, symptomlos Infizierte zum Testen kamen. Beobachtungen von Beteiligten lassen vermuten, dass der Altersschnitt bei den Weihnachts-Tests deutlich niedriger war. Übrigens: die Quote der falsch-positiven Schnelltests lag bei ungefähr einem Drittel.

Antigen-Tests bleiben das Mittel der Wahl

Nach der Absage der Massentests setzt das Land nun auf Schnelltests. Ab 11. Jänner werden sie wieder in allen Bezirken angeboten. Zusätzlich soll es ab 18. Jänner mobile Teststraßen geben. Auch Apotheker, niedergelassene Mediziner und Betriebsärzte werden Schnelltests abnehmen, heißt es vom Land. 

Marie Schulz
Marie Schulz
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