06.01.2021 21:00 |

Personal bestürzt

Zoo Salzburg: Große Trauer um Nashornkuh „Kifaru“

Große Trauer im Salzburger Zoo: Nashornkuh „Kifaru“ musste eingeschläfert werden. „Das ohnehin schwierige Jahr 2020 endete für uns mit einem traurigen Paukenschlag“, betont Geschäftsführerin Sabine Grebner.

Das Breitmaulnashorn musste am 31. Dezember 2020 altersbedingt „euthanasiert“ werden, gab der Zoo am Mittwoch in einer Aussendung bekannt. Noch im Sommer und Herbst 2020 konnten Besucher die seit etwas mehr als 20 Jahren im Zoo Salzburg lebende „Grande Dame“ der grauen Kolosse gemütlich grasend auf der Afrikasavanne bewundern. Leider sei „Kifarus“ Gesundheitszustand in ihren letzten Lebenswochen trotz intensiver medizinischer Betreuung bereits besorgniserregend gewesen. Kurz vor Jahresende hätte sie einen gravierenden Einbruch erlitten, der ein schnelles Handeln erforderlich machte.

Eizellen gewonnen
Weil sich „Kifaru“ zu ihren Lebzeiten nicht fortgepflanzt hat, gilt sie aus genetischer Sicht als ein sehr wertvolles Tier. Deshalb wurden ihr nach ihrem Tod von Reproduktionsspezialisten des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo und Wildtierforschung (IZW) die Eierstöcke zur Eizellen-Gewinnung entfernt. Die künstliche Befruchtung bei Nashörnern sei laut Experten auf lange Sicht die einzige Möglichkeit, die imposanten Landsäugetiere vor dem Aussterben zu bewahren.

Breitmaulnashörner potenziell gefährdet
Südliche Breitmaulnashörner werden von der Weltnaturschutzunion mit einer Population von rund 20.000 Exemplaren als potenziell gefährdet eingestuft, während von der Unterart der Nördlichen Breitmaulnashörner nur noch zwei weibliche Tiere am Leben sind. Im Zoo Salzburg leben nun mit Bulle „Athos“ (18), den Kühen „Yeti“ (21) und „Tamu“ (15) aktuell drei erwachsene und mit „Tamika“, die am 3. Juni 2020 geboren wurde, ein Baby-Breitmaulnashörner.

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