14.12.2020 10:00 |

Sicherheitsprobleme

Tourengeher stürmen die Tiroler Skipisten

In den Tiroler Skigebieten treten sich derzeit die Pistentourengeher fast auf die Füße. Die Mutteralm-Bahn hat die Pistenpräparierung deshalb aus Sicherheitsgründen eingestellt.

Pistentourengehen ist bekanntlich auch in Corona-Zeiten erlaubt, die Skigebiete sind bis Weihnachten geschlossen. So fallen die Tourengeher regelrecht über die Pisten her.

Die Skigebiete im Großraum Innsbruck legen den Sportlern keine Steine in den Weg. Allerdings behindert die „Nachfrage“ auch das Präparieren. „Wir würden für die Tourengeher gerne eine Aufstiegsspur vorbereiten“, sagt Stefan Klotz, der Geschäftsführer der Muttereralm-Bahn. „Wir werden aber dermaßen stark überlaufen, dass wir dazu gar nicht in der Lage sind“, bedauert er.

Außergewöhnliches Fazit: Auf der Muttereralm sah man sich gezwungen, die Präparierungsarbeiten am Sonntag und Montag vorübergehend einzustellen.

Fast wie bei Skibetrieb
Stichwort „überlaufen“: Im Skigebiet Rosshütte in Seefeld machte man bisher ähnliche Erfahrungen. „Am 8. Dezember hatte ich fast den Eindruck, als herrsche bei uns ganz normaler Skibetrieb“, blickt Geschäftsführer Werner Frießer fast ungläubig zurück.

Auch auf dem Seefelder Plateau kommt man schon am Beginn dieses außergewöhnlichen Winters den Pistentourengehern entgegen. Auf der Rosshütte wurden beispielsweise am vergangenen Sonntag die Arbeiten in jenen Bereichen, wo die Tourengeher unterwegs sind, am Morgen vorgezogen. Was die Vorbereitungen für die eigentliche Skisaison betrifft, ist man schon weit. „Wir können uns bereits auf jene Pisten konzentrieren, über die kaum Tourengeher aufsteigen“, sagt Werner Frießer.

Am Patscherkofel ist laut Prokurist Stefan Obmascher am Wochenende ebenfalls „die Hölle los gewesen“. „Da haben wir dann einfach weniger präpariert.“ Gegenüber den Tourengehern will man kulant sein und ihnen präparierte Bereiche zur Verfügung stellen. „Die Vorbereitungsarbeiten für die Skisaison laufen trotz des Ansturms planmäßig.“ Weil die Freizeitsportler „zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen“, scheinen freilich überall Sicherheitsprobleme vorprogrammiert. „Die Windenseile an den Pistenraupen lassen sich besonders in der Nacht nicht erkennen“, warnt Stefan Klotz von der Muttereralm. Und die Sportler würden Sperren häufig ignorieren.

Peter Freiberger, Kronen Zeitung

 Tiroler Krone
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