10.12.2020 10:11 |

Aus der Bahnindustrie

Millionen-Auftrag für Maschinenfabrik Liezen

Die obersteirische Maschinenfabrik Liezen und Gießerei (MFL) hat einen Auftragsdoppelpack an Land gezogen: Die Ennstaler werden bis 2023 insgesamt 10.000 Bahnkomponenten für zwei internationale Bahnfahrzeughersteller fertigen. Die Auftragssumme liegt im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die Aufträge sorgen für Auslastung - teils bis bis 2023. „Insbesondere unsere Gießerei hat sich international einen Namen gemacht und ist als Lieferant in vielen Projekten gesetzt“, schildert Geschäftsführer Herbert Decker.

Zum Einsatz kommen die Teile als Fahrwerkskomponenten für den Rahmen bzw. als Verbindung zwischen Wagenkasten und Fahrwerk. Die Produktion ist bereits angelaufen.Die Auftragssumme beläuft sich insgesamt auf einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag.

Forschungsprojekt
In die aktuellen Aufträge fließe Know-how eines Forschungsprojekts, das gemeinsam mit dem Österreichischen Gießerei-Institut (ÖGI) umgesetzt wurde: „Da die Gewichtsreduktion auch in der Bahnverkehrstechnik zunehmend an Bedeutung gewinnt, haben wir uns wissenschaftlich fundiert mit der Optimierung von Topologien bzw. Geometrien auseinandergesetzt. Unsere laufenden Investitionen in die Innovation machen sich jetzt bezahlt - und wird in diesem Unternehmensbereich mittelfristig auch für neue Arbeitsplätze in Liezen sorgen“, meinte Gießereileiter Peter Fuchs.

Wichtiger Lichtblick
Insgesamt würden die beiden Aufträge ein wichtiger Lichtblick in einer unternehmerisch kritischen Wirtschaftssituation sein, sagte Decker. „Diese beispielhaften Aufträge und die Performance unserer Gießerei in diesem Jahr stimmen uns zuversichtlich. Sie dürfen aber nicht über die großen Herausforderungen, die wir insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau spüren, hinwegtäuschen.“

Dieser zweite große MFL-Geschäftsbereich - neben der Gießerei - sei momentan stärker von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen: „Schon vor Ausbruch der Pandemie zählten osteuropäische Maschinenbauer zu den großen Aufsteigern.“ Corona habe diese „brenzlige Situation“ noch einmal verschärft.

Neue Impulse
Die Fokussierung auf den Schienenverkehr soll laut Decker mittelfristig für neue wirtschaftliche Impulse sorgen. „Wir sind daher zuversichtlich, nach der Gießerei, die bereits vor mehreren Wochen in den Regelbetrieb zurückgekehrt ist, auch den Maschinenbau so bald wie möglich aus der Kurzarbeit herausführen zu können“, blickte der Geschäftsführer in die Zukunft. Im April waren rund 700 Mitarbeiter der MFL in Kurzarbeit geschickt worden.

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