04.12.2020 22:26 |

Massentests

IT-Panne löste Frühstart in Salzburg aus

Die für Samstag und Sonntag geplanten Tests bei Lehrern begannen unerwartet am Freitag. Das Heer nahm bis zum Nachmittag 85 Abstriche - wegen eines Fehlers im Anmeldesystem.

Nase putzen“, hieß es bereits am Freitag für mehr als 80 Lehrer und Bedienstete im Erziehungsbereich bei den Massentests in Salzburg. Ursprünglich hätten an diesem Tag ausschließlich die 410 landesweit im Einsatz stehenden Helfer getestet werden sollen. „Ein Probedurchlauf für Samstag und Sonntag“, wie das Militärkommando zuvor betont hatte. Doch ein Fehler im Computer-System des Gesundheitsministeriums zur Registrierung stellte das Bundesheer vor ungeahnte Herausforderungen.

E-Mail machte Heer Strich durch Rechnung
Wegen „eines automatisch generierten Mails“, so Militärkommandant Anton Waldner, bekamen einige Lehrer bereits am Freitag einen Termin, darunter auch Personal aus Oberösterreich. Das Bundesheer warf seine Planungen daraufhin kurzerhand über den Haufen. Das Motto von Waldner: „Es wird alles getestet, was kommt.“ Für die bis zu 17.500 Pädagogen stehen heute und morgen laut der Logistikabteilung des Heeres rund 20.000 Testkits auf 33 Teststraßen bereit. Bildungsdirektor Rudolf Mair hofft auf möglichst große Beteiligung an der Aktion. „Wir haben schon bei Studierenden angefragt, ob sie mit einem Sondervertrag einspringen könnten, falls zu viele Lehrer durch positive Tests ausfallen“, so Mair.

Die Anreise zu den Massentests gilt laut einem Schreiben der Direktion nicht als Dienstreise. Das stößt Personalvertretern äußerst sauer auf (siehe Interview). Mair verweist in der Frage an das Bildungsministerium: „Es laufen bereits Gespräche. Es handelt sich hier aber um eine rechtliche Frage.“

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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