Dank an Grazer Klinik

“Ohne die Ärzte wäre meine Kleine jetzt vielleicht tot”

Steiermark
06.11.2010 11:32
"Ohne die Ärzte in der Grazer Kinderklinik wäre meine Kleine jetzt vielleicht tot! Ich möchte mich bei ihnen herzlich bedanken - und an alle Eltern appellieren, höllisch aufzupassen." Das Baby einer jungen Steirerin wurde zum jüngsten Meningokokken-Opfer - nach einem heftigen Überlebenskampf ist es wieder gesund.

In der kleinen Familie aus Rein spielten sich dramatische Szenen ab, bei denen es buchstäblich um Leben und Tod ging. "Meine kleine Tochter Julie, die jetzt fünf Monate alt ist, bekam auf einmal 39,8 Grad hohes Fieber", so Mama Birgit Ruprechter. "Sie hat nicht geschlafen, nicht getrunken, nur gebrochen."

Eltern ließen sich nicht abspeisen
Sofort wurde ein Arzt alarmiert ("es war nicht 'unserer', sondern jemand, der gerade Dienst hatte") - doch dieser gab tatsächlich Entwarnung. "Er hat gesagt, das ist Drei-Tages-Fieber, das wird schon wieder." Zum Glück ließen sich die Eltern so nicht abspeisen - und fuhren mit Julie ins Spital. "Sie kam gleich auf die Intensivstation - sie hatte Meningokokken Typus B!"

Ruprechter möchte nun an Eltern appellieren, selbst auf Symptome zu achten. Jener Arzt, dem womöglich eine Fehldiagnose vorzuwerfen ist, die tödlich (!) hätte enden können, sagte auf Nachfrage nur: "Kein Kommentar" und legte auf. Er wird zu überprüfen sein...

Daten und Fakten

  • Meningokokken sind Bakterien, welche die Gehirnhaut angreifen und Entzündungen hervorrufen. Es kann zur Allgemeininfektion des ganzen Körpers und damit zu einer Blutvergiftung führen. 
  • Es gibt mehrere Formen, bei uns sind B und C am häufigsten. 
  • Jährlich sterben in Österreich 10 bis 20 Kinder an der Infektion. 
  • In der Grazer Kinderklinik wurden heuer sieben junge Steirer behandelt, alle haben überlebt! 
  • Gegen den C-Typus, an dem vor allem 14– 18-Jährige erkranken, gibt es eine Impfung, gegen B, der vor allem Babys trifft, nicht. 
  • Symptome sind Apettitlosigkeit, kein Durst, Erbrechen, Fieber, Schreien, in 90 Prozent flohstichartige rote Punkte, die allerdings auch erst auftreten können, wenn es schon zu spät ist! 
  • Bei rechtzeitigem Erkennen der Meningokokken-Infektion helfen Antibiotika. 

von Christa Blümel, "Steirerkrone"
Bild: Kinderklinikboss Wilhelm Müller, Baby Julie mit Mama Birgit Ruprechter

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