03.12.2020 12:00 |

Stadtsenats-Beschluss

Innsbruck genehmigt 320.000 Euro für zwei Studien

Die Innsbrucker Stadtregierung beschloss Mittwoch eine Detailanalye Stadtklima sowie ein Projekt für das Gewerbegebiet Rossau, das langfristig klimaneutral werden soll. Beide Studien schlagen mit rund 320.000 Euro zu Buche. Applaus gab es von den Grünen für LHStv. Geislers Photovoltaik-Antrag. Die SPÖ will indes Gebäude des Landes besser nützen. 

Eine „hochauflösende Stadtklima-Analyse“ hat am Mittwoch der Innsbrucker Stadtsenat in Auftrag gegeben. Kostenpunkt: 124.000 Euro. „Die Klima-Analyse dient dem Ziel, notwendige und effektive Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, wie Begrünungen, weiße Dächer oder Wasserflächen, zu prüfen und umzusetzen“, berichtete Vize-BM und Umwelt-StR Uschi Schwarzl.

Umgang mit dem Klimawandel
„Dafür soll neben einer Analysekarte, die klimarelevante Parameter berücksichtigt, auch eine Planungshinweiskarte mit konkreten, wirksamen und planerischen Empfehlungen für nachfolgende Prozesse erarbeitet werden“, klärt Schwarzl auf. Der Antrag dazu wurde 2018 von SPÖ-StR Elisabeth Mayr eingebracht: „Mit der Stadtklima-Analyse schaffen wir ein wichtiges Instrument für den Umgang mit dem Klimawandel im städtischen Raum und damit für eine lebenswerte Zukunft.“

„Facelift“ für Gewerbegebiet
Aktives Standort-Management soll nun für das Gewerbegebiet Rossau betrieben werden. „10.000 Erwerbstätige sind hier beschäftigt, die Stadt lukriert jährlich 15 Millionen Euro Kommunalsteuer“, berichtete Wirtschafts-StR Christine Oppitz-Plörer. In einem ersten Schritt beschloss der Stadtsenat die Erstellung von Ausschreibungsunterlagen für externe Prozessbegleitung und Planungsteams. Der circa zweijährige Prozess soll Anfang 2021 starten. Die Kosten dafür werden auf 200.000 Euro geschätzt. Ziel ist langfristig, ein „energie-autarkes Gewerbegebiet zu erhalten“, sagte StR Oppitz-Plörer.

Photovoltaik auf Freiflächen
Die Tiroler Grünen freuen sich, dass LHStv. Josef Geisler eine Landtagsinitiative der Grünen so schnell aufgegriffen und auch umgesetzt hat. Die Rede ist von der Photovoltaik-Landkarte – die „Krone“ berichtete ausführlich darüber. „Neben Photovoltaik auf Hausdächern und -wänden werden wir auch neue Anlagen auf Freiflächen brauchen. Hierfür sollen vorrangig bereits versiegelte Flächen oder Brachflächen genutzt werden. Auch auf manchen landwirtschaftlichen Flächen kann sich ein Mehrfachnutzen ergeben“, begrüßt Grün-Klubobmann Gebi Mair die Stoßrichtung.

Land soll vorangehen
Applaus kommt auch von den Roten. SP-Obmann Georg Dornauer verweist gegenüber der „Krone“ auf einen weiterführenden SPÖ-Antrag. Er fordert vom Land, das „Ein-Millionen-Dächer-Programm“ des Bundes zu unterstützen, das im September präsentiert wurde. Das Land solle mit gutem Beispiel vorangehen und in einem ersten Schritt sämtliche Landesgebäude hinsichtlich der Möglichkeit der Errichtung von Photovoltaikanlagen bzw. ihres Ausbaupotenzials überprüfen.

Philipp Neuner, Kronen Zeitung
Markus Gassler, Kronen Zeitung

 Tiroler Krone
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