24.11.2020 06:45 |

Nichts lief nach Plan

Skicrosserin Kati Ofner wird daheim „narrisch“

Viel Improvisation war heuer in der Vorbereitung bei den Skicrossern gefragt. Die Kobenzerin Katrin Ofner erzählt von den Problemen in der Arbeit für die neue Saison, fehlenden Rivalen im Training und das Mentaltraining als Hilfe.

Eine Fahrt ins Ungewisse wird wohl der Weltcupauftakt in Montafon (9. 12. - 11. 12.) für Skicrosserin Katrin Ofner! Erstens, weil sie mit ihren steirischen Kollegen Sandro Siebenhofer und Robert Winkler hoffen muss, dass sowohl Schnee- als auch Corona-Situation den Auftakt zulassen. Und zweitens, weil die 30-Jährige zuletzt im Trainingslehrgang in der Schweiz, wie bei allen anderen Kursen, die einzige Dame war.

„Andrea Limbacher ist noch verletzt, so war ich mit den Burschen allein. Da wir auch nicht mit anderen Nationen trainieren durften, fehlen mir jetzt Vergleichswerte. Ich weiß derzeit nicht, wo ich stehe. Vom Gefühl her passt es aber ziemlich.“ Improvisation war in der Vorbereitung das ungeliebte Mode-Wort. „Skitests wären schon wichtig. Auf den Gletschern können wir dies auf Naturschnee machen - solche Bedingungen wirst du aber bei keinem Weltcup haben, da fahren wir immer auf Kunstschnee. Nun hoffe ich auf die Gaal.“

Im Pitztal etwa wurde zuletzt der Gletscher sogar behördlich gesperrt. Dort steht aber die einzige fixe Skicross-Strecke in Österreich. „Wir sind ja trotzdem eine Risiko-Sportart und man bedenkt auch die Situation wegen den Intensivbetten.“ Daher wurde ab Donnerstag kurzfristig ein Trainingskurs im Kaunertal mit dem deutschen Team organisiert. Der Situation geschuldet hat die Heeressportlerin heuer viel auf mentaler Ebene mit einem Trainer gearbeitet. „Das hat gut getan. Du hockst daheim, weißt nicht was passiert, ständig ändert sich was. Da wirst sonst narrisch“, machte Kati trotzdem das Beste daraus. „Über die Spekulationen wollte ich auch gar nicht viel nachdenken und mich davon ablenken lassen.“

„Im Sommer hab ich ja gut trainiert. Mit meiner Masterarbeit in Sportwissenschaften komme ich auch gut voran. Im Frühjahr soll sie dann fertig sein.“ Das große Ziel ist die WM in China im Februar. Vorrangig brennt Kati aber auf den Start: „Mein Job ist es, mich so gut es geht darauf vorzubereiten. Wenn es dann losgeht, bin ich bereit!“ 

Michael Gratzer
Michael Gratzer
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