10.11.2020 13:00 |

Verzögerung

Zu wenig Grippe-Impfstoff

Durch Corona ist auch die Nachfrage für gewöhnliche Influenza-Impfungen gestiegen. Doch der Impfstoff ist mittlerweile vergriffen.

Jedes Jahr fordert die Grippe die heimischen Krankenhäuser. Daher rufen die Gesundheitsbehörden auf, sich gegen die Influenza impfen zu lassen – klingt einfacher, als es ist. „Der Grippeimpfstoff ist in Salzburg mittlerweile vergriffen. Die Patienten werden aufgerufen, Geduld zu haben“, sagt Sebastian Huber (Neos), selbst niedergelassener Arzt in Salzburg.

In den vergangenen Jahren lag die Impfrate bei der Grippe in Österreich gerade einmal bei acht Prozent. Durch die Corona-Pandemie ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Erst in den kommenden Wochen soll es wieder neue Impfstoffe geben. „Gerade jetzt, Anfang November, wäre es wichtig, dass sich möglichst viele Patienten gegen die Grippe impfen lassen. Nur durch eine hohe Durchimpfungsrate bei der Grippe können ausreichend Spitalsressourcen freigehalten werden“, so Huber. Für ihn ist klar: Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat die Bestellung verschlafen.

Dies sollte bei einem in Zukunft möglichen Corona-Impfstoff nicht passieren. Huber will daher ein Pilotprojekt starten bei dem geschultes Personal in Apotheken Impfstoffe verabreichen darf. „Der Zugang hätte eine niedrige Schwelle. Es ist wichtig, dass viele Personen möglichst schnell getestet werden“, so Huber.

 Salzburg-Krone
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