20.10.2020 10:30 |

Politik Inoffiziell

Contact-Tracer stehen im Dauereinsatz

Ein idyllisches Bild zeichnet das Land von seinen fleißigen „Contact-Tracern“. Doch viele stehen im Dauereinsatz und am Ende ihrer Kräfte.

Beinahe rund um die Uhr sind die Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden im Land im Einsatz. In mehreren Schichten arbeiten sie nicht selten bis in die Nacht hinein, leisten freiwillig Überstunden und sind auch am Wochenende im Dienst. In einer aktuellen Reportage gibt das Land Salzburg Einblick in die herausfordernde Tätigkeit der Mitarbeiter. Der Tennengauer Bezirkshauptmann Helmut Fürst spricht darin seinen Mitarbeitern ein großes Kompliment aus. Sie würden sich von ihrer „besten Seite“ zeigen. Gelobt wird der Teamgeist und die Bereitschaft der Mitarbeiter, gerade beim Auftauchen von Clustern durchzubeißen.

Während die Landes-Reportage die Bevölkerung zur Kooperation motivieren soll und die Aufgaben der Behörden im besten Licht darstellt, zeigen Personalvertreter die Schattenseite auf: Nicht selten leisten Mitarbeiter im Corona-Dienst zwischen 60 und 90 Wochenstunden – und die Hochsaison im Winter steht noch bevor, warnt die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG). Regelmäßig werden Mitarbeiter aus anderen Abteilungen zum Corona–Dienst beordert, die eigentliche Arbeit stapelt sich währenddessen auf den Schreibtischen. In einigen Bezirkshauptmannschaften (nicht in der Landeshauptstadt) werden dafür sogar Sozialarbeiter abgezogen. Die fehlen somit in der Kinder- und Jugendhilfe, kritisiert SPÖ-Chef David Egger.

Die Forderung der FSG: Eine zentrale Stelle mit speziell geschultem Personal müsse eingerichtet werden. Nur so könnte das ausgebrannte Personal wirklich entlastet werden.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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