11.10.2020 10:06 |

Nach Schweiz

Touristiker zittern vor weiteren Reisewarnungen

Ab Mitternacht tritt die Reisewarnung der Schweiz für Salzburg in Kraft. Für Urlauber würde ein Salzburg-Aufenthalt eine zehntägige Quarantäne nach sich ziehen. Die Folge: eine Stornierungswelle. Auch aus Deutschland droht eine Reisewarnung, die es mit aller Kraft abzuwenden gilt. Das Image als verantwortungsvoller Gastgeber bringt Salzburg angesichts steigender Infektionen wenig.

Fast 50.000 Tests haben Salzburgs Tourismusbetriebe seit 1. Juli durchgeführt, nur in Tirol gab es noch mehr. Eine Ausweitung des Angebots auf weitere Berufsgruppen, wie Ski-Lehrer und Reiseführer, ist geplant. Doch weder die Tests noch strikte Präventionskonzepte können Reisewarnungen aus dem Ausland abwenden.

Nach der Schweiz könnte auch Deutschland zu dieser Maßnahme greifen. Dort wird ab einer Inzidenzzahl von 50 eine Warnung ausgesprochen. Diesen Wert hat Salzburg bereits am Freitag überschritten und lag am Samstag laut AGES bei 59,3.

Experten des Wirtschaftsforschungsinstituts prognostizieren für das Frühjahr 2021, dass die Nächtigungszahlen um ein Viertel unter dem Vorkrisenniveau liegen werden, selbst wenn die Reisewarnungen rechtzeitig zum Beginn der Wintersaison wieder aufgehoben werden.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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