Gewaltschutz

Neue Kampagne zeigt die „Gesichter der Gewalt“

Steiermark
08.10.2020 17:15

Zum ersten Mal präsentieren das Land und die steirischen Frauenhäuser eine landesweite Plakat-Kampagne gegen Gewalt an Frauen: „Gesichter der Gewalt“. Diese fängt schon viel früher an als beim ersten Schlag, weiß Frauenhaus-Geschäftsführerin Michaela Gosch. 

Gewalt zu zeigen ist nicht leicht, denn meistens ist sie unsichtbar. „Die Frauen, die bei uns Schutz suchen, haben fast nie sichtbare Wunden“, erklärt Gosch. Täter wüssten genau, wie sie unbemerkt agieren können. Außerdem beginnt Gewalt nicht erst beim Körperlichen, sondern bereits bei Kontrolle, Angst, Isolation. „Ab dem Moment, wo ich Angst habe und mich unwohl fühle, sollte ich mich an eine Beratungsstelle wenden“, empfiehlt Gosch.

„Gewalt kann jeden betreffen, Akademikerinnen genauso wie Migrantinnen“, mahnt Landesrätin Doris Kampus (SPÖ) und hebt hervor, dass die Steiermark das einzige Bundesland sei, das Frauen rechtlichen Anspruch auf Schutz vor Gewalt ermöglicht. 

Frauen im Land erreichen
Die Plakate sollen ab Samstag an 70 Standorten darauf aufmerksam machen. Es gehe darum, die Frauen im Land zu erreichen. Zusätzlich gebe es eine eigene Website und einen Social Media-Auftritt über die Facebook-Seite der Frauenhäuser, sagte Kampus. Pro Jahr sind im Landesbudget 6,5 Millionen Euro für Gewaltschutz vorgesehen. „Und es wird nächstes Jahr nicht gekürzt“, versicherte die Landesrätin. Die Slogans lauten etwa „Dein Partner verbietet dir deine Freunde zu treffen“ oder „Dein Partner kontrolliert, wofür du dein Geld ausgibst“.

Sie sind von Gewalt betroffen? Notruf der Frauenhäuser Steiermark: 0316 429900.

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