23.09.2020 13:00 |

Hilfe durch Private

Busunternehmen sollen überfüllte Öffis entlasten

Überfüllte Schulbusse sind ein Problem für die Sicherheit unserer Kinder: Mit der Meinung steht der pinke Verkehrssprecher LA Andreas Leitgeb nicht alleine da. „Tiroler Busunternehmen wären bereit, auszuhelfen“, sagt Leitgeb: „Man muss sie nur beauftragen!“ Die zuständige Mobilitätslandesrätin LHStv. Felipe sagt, sie stehe mit den Privaten in Kontakt. Bis dato seien vom VVT bereits 24 Kurse verstärkt worden, weitere sollen folgen. 

Absolut nicht nachvollziehen kann Leitgeb die Aussagen von LHStv. Ingrid Felipe, wonach es sowohl an Fahrzeugen als auch Fahrern mangeln würde. „Diese Aussagen entsprechen schlicht nicht der Wahrheit: Fuhrparks bekannter Busunternehmen stehen teils seit April still. Tiroler Busunternehmen wären sofort dazu bereit, in Sachen überfüllte Schulbusse dem Verkehrsverbund Tirol unter die Arme zu greifen.“ Dies hätten die Recherchen bei zahlreichen renommierten Tiroler Busunternehmen ergeben.

Lösung laut Neos greifbar
„Wir Neos haben bereits zu Schulbeginn den VVT und Verkehrs-Landesrätin Felipe auf das Problem hingewiesen“, sagt Leitgeb: „Es ist jetzt höchste Zeit, dass die Landesrätin ihrerseits mit den Busunternehmen das Gespräch sucht – eine Lösung wäre greifbar!“

Lokalaugenschein in Innsbruck
Entsetzt zeigt sich FPÖ-Stadtparteiobmann StR Rudi Federspiel über die Zustände in der Buslinie J von Innsbruck nach Igls zu den Stoßzeiten: „Die Busse sind heillos überfüllt durch die Massen an Schulkindern, die sogar übereinander auf den Plätzen sitzen, da in den Gängen kein Platz mehr ist“, schildert Federspiel nach einem Lokalaugenschein. Eine sofortige Taktverdichtung sei das Gebot der Stunde. Zudem müsste die Igler Bahn attraktiviert werden – durch eine Anbindung ins Stadtzentrum, aber auch durch eine bessere Bewerbung: „Doch die Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe und Teile der Stadtregierung wollen lieber einen Tod auf Raten für diese wichtige Verkehrsanbindung“, sagt Federspiel.

24 Linien bereits verstärkt
Mobilitäts-LR LHStv. Ingrid Felipe erklärt auf „Krone“-Nachfrage zur Öffi-Problematik, dass bis dato 24 Linien verstärkt worden seien. „Jetzt gilt es, Schülerinnen und Schüler auf diese zusätzlichen Busse aufmerksam zu machen, sodass es auch zu einer Entlastung des jeweils ersten Busses kommt. Wir setzen gerade alle möglichen Ressourcen ein und arbeiten mit Hochdruck an der Evaluierung der ersten Verstärkungsmaßnahmen, um zu definieren, wo es Zusatzleistungen braucht“, erklärt Felipe.

Mit Firmen in Kontakt
Aktuell seien Mitarbeiter des VVT im Land unterwegs, um die Auslastung in der Morgenspitze zu erheben. „Mit den privaten Busbetreibern sind wir in Kontakt, wobei die klassischen Reisebusse für einen Linienregelbetrieb nicht optimal geeignet sind, weil der Fahrgastwechsel an den Haltestellen mehr Zeit in Anspruch nimmt. Zudem hoffe ich, dass sich die ein oder andere Schule doch noch für einen späteren Unterrichtsbeginn entscheidet.“

 Tiroler Krone
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