23.09.2020 09:15 |

musikabendeGRAZ

Konzerte gegen die allgemeine Schockstarre

Mit 5. Oktober startet die Kammermusikreihe der „musikabendeGRAZ“ wieder in ihr Jahresprogramm, das bis Weihnachten vier Konzerte umfasst. Die Krone traf Intendant und Pianist Christian Schmidt zum Gespräch über Beethoven, den musikalischen Dialog und das Veranstalten in unsicheren Zeiten.

Es sind erfreuliche Nachrichten, die Christian Schmidt verkünden kann: „Unser Programm wird ungekürzt stattfinden, alle vier Konzerte.“ Umplanen musste freilich auch er, Corona-bedingt wurden alle Konzerte in den Herbst diesen Jahres verschoben, als Ort hat man statt des Kammermusiksaals den großen Stefaniensaal gewählt, die auferlegten Sicherheitsbestimmungen machen es nötig. Aber es gibt sie - vier Konzerte, ungekürzt, in sicherer Atmosphäre.

„Am wichtigsten in dieser Situation ist einfach, dass Kultur und Konzerte überhaupt stattfinden.“ Der Intendant der musikabendeGRAZ ortet eine gewisse Schockstarre im Publikum, ein Verharren im Zwiespalt zwischen Hoffen und Bangen, bedingt durch die Ungewissheit der allgemeinen Lage. „Aber genau deshalb spielen wir auch jetzt Konzerte.“ Die großen Veranstalter haben es ja bewiesen, das Organisieren ist zwar derzeit noch aufwändiger als sonst, aber es ist möglich.

Konzerte in ungezwungenem Rahmen
Ein wenig vom sicheren Gefühl der eigenen vier Wände kann man sich ohnehin zu den musikabendenGRAZ mitnehmen. Die Reihe war seit jeher als Verlängerung des verloren gegangenen bürgerlichen Salons konzipiert, als ein Zusammentreffen von Musikern und Publikum in ungezwungenem Rahmen, das einen regen Austausch untereinander fördert.

Das Programm des heurigen dreizehnten Jahres bildet da keine Ausnahme, von kammermusikalischen Werken im Duo bis zum Quintett ist alles dabei, und auch ein Liederabend wartet, bei dem Christian Schmidt am 23. Dezember den Bariton Klemens Sander zu Liedern von Schumann und Beethoven begleiten wird. Letztgenannter findet sich auch am Eröffnungsabend am 5. Oktober wieder, sowie im Trio des Konzerts am 28. Oktober. Bloß die Quintette am 2. 12. kommen ohne den Jahresregenten aus, stammen von Mozart und Elgar.

Bei all den Konzertabsagen heuer ist die Gefahr, sich an Beethoven bereits sattgehört zu haben, ohnehin gering. „Wir wollen einfach den Musikern und dem Publikum wieder Möglichkeiten bieten, sich auszutauschen. Denn die Kultur darf nicht sterben!“

Alle Informationen und Karten gibt es hier.

Roland Schwarz

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