22.09.2020 11:00 |

Skisport

FIS-Präsident als Zünglein an der WM-Waage

Der Countdown läuft: Am 3. Oktober geht Saalbach-Hinterglemm als großer Favorit ins Rennen um den WM-Austragungsort 2025. Nach dem Ableben des slowenischen FIS-Vorstandsmitglieds entscheiden 16 statt 17 Vertreter – und bei Pattstellung könnte sogar FIS-Präsident Gian Franco Kasper eine entscheidende Rolle spielen.

Saalbach hätte im Mai auf den Zuschlag für die Ski-WM 2025 gehofft – beim FIS-Kongress in Thailand. Der wurde coronabedingt abgesagt. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Am 3. Oktober ist es nun so weit: Da wird im Rahmen der FIS-Tagung in Zürich gegen 17.30 Uhr über den WM-Ort 2025 entschieden. Jedoch anders als gedacht. Die Kandidaten Saalbach, Crans Montana (Sz) und Garmisch (D) können sich aufgrund der Reisebeschränkungen nur per Video dem FIS-Vorstand empfehlen, dürfen nicht in die Schweiz reisen.

Zehn-Minuten-Film als Empfehlung
„Der Film darf zehn Minuten dauern, wir haben ihn auf 9:50 hinbekommen“, sagt Saalbachs Skiclub-Boss Bartl Gensbichler. Mit dabei sind Botschaften von Landeshauptmann Haslauer, ÖSV-Generalsekretär Leistner, Saalbach-Botschafterin Meissnitzer – und Gensbichler selbst. In den letzten Monaten wurde noch Material von der Übernahme der Weltcup-Rennen aus China im Februar eingearbeitet.

FIS-Boss: Zwei Stimmen
Ein Beweis, dass Saalbach parat steht – und bereit ist für die WM. Nach der Niederlage gegen Meribel/Courchevel in der Abstimmung für 2023 gelten die Pinzgauer als Favoriten. „Aber fix ist es erst, wenn am 3. Oktober abgestimmt ist“, weiß Gensbichler. Da entscheiden nur 16 statt 17 Vertreter im FIS-Vorstand. „Weil der slowenische Abgeordnete leider verstorben ist“, weiß Gensbichler. Somit ist für Saalbach klar: „Mit neun Stimmen sind wir durch.“ Eine kommt fix von ÖSV-Präsident Schröcksnadel, der Teil des FIS-Vorstandes ist und die WM in Saalbach als eines seiner letzten großen Ziele auserkoren hat.

Normalerweise Enthaltung
Sollte es eine Pattsituation geben, könnte aber die Stimme von FIS-Präsident Kasper entscheiden. „Er hat als Vertreter der Schweiz und der FIS zwei Stimmen, enthält sich normalerweise.“ Sollte es aber eng werden, könnte der 76-Jährige Zünglein an der Waage sein.

Herbert Struber
Herbert Struber
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