22.09.2020 06:00 |

Hubschrauber für Aigen

Jahrelange Sorgen im Ennstal endlich verflogen

Die Zukunft des Fliegerhorsts in Aigen ist nach Jahren der Ungewissheit endlich gesichert. Von den alten Alouette III sind aktuell nur noch zehn Stück flugfähig.

Aigen meldet, keine Vorkommnisse! Jahrelang mussten sich im Ennstal die Truppe aber auch die Bevölkerung in Geduld üben - jahrelang gab es nichts außer leerer Versprechungen. Ein Nachfolgemodell für die im Jahr 1967 in Dienst gestellte Alouette III war trotz aller politischen Beteuerungen am Himmel weit und breit nicht zu sehen. Sogar eine Schließung des Standorts war mit Fortdauer der Debatte nicht mehr auszuschließen. Nun stieg in dieser Endlos-Diskussion aber endlich weißer Rauch über dem Ministerium auf.

Große Erleichterung
„Die Erleichterung bei uns in der Gemeinde ist natürlich riesengroß. Für uns im Ort war das sicher das wichtigste Thema in den letzten Jahren“, stellt der neue Bürgermeister von Aigen, Walter Kanduth (ÖVP), klar. Insgesamt sind am Fliegerhorst Fiala Fernbrugg ja rund 250 Soldaten stationiert. „Dazu hängen natürlich auch viele Zuliefererbetriebe dran“, verweist der Ortschef auf die wirtschaftliche Bedeutung.

2022 sollen die ersten Geräte des Modells AW169M im Ennstal landen. Insgesamt sollen ja zwölf der insgesamt 18 Hubschrauber in Aigen stationiert sein. Rund ein Drittel der Investitionskosten in der Höhe 300 Millionen Euro werden in Infrastruktur- und Schulungsmaßnahmen fließen - so wird auch die neue Typenwerft in Aigen entstehen.

Beschaffung von Ersatzteilen für „Oldtimer“ sehr schwierig
„Fast jeder hat bei uns in den letzten zehn Jahren Existenzängste gehabt - niemand hat gewusst, wie und ob es überhaupt weitergeht. Gerade in unserer strukturschwachen Region ist diese Standortsicherung deshalb unglaublich wichtig“, freut sich auch Oberstleutnant Udo Koller, Kommandant der Hubschrauberstaffel in Aigen. Zehn der 16 Alouette sind aktuell noch einsatzfähig. „Wir hoffen, dass wir davon bis 2023 so viele wie möglich in der Luft halten können. Allerdings wird es mit der Beschaffung von Ersatzteilen, wie bei einem Oldtimer, immer schwieriger.“

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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