04.09.2020 08:50 |

Sommer-Tourismus

Pensionen und Privatzimmer können punkten

„Klein aber fein“ lautet für viele Urlauber in diesem speziellen Sommer das Motto. Gerade kleinere Pensionen und Privatzimmer sind in der Corona-Krise bei den Gästen gefragt. Bei diesen Unterkünften fiel das Nächtigungsminus bisher deutlich geringer aus als beim Rest der Branche. Besonders begehrt: Unterkünfte am See.

Pensionen und Privatzimmer kommen österreichweit am besten durch den Sommer. Das belegen auch die Nächtigungszahlen der Statistik Austria. Zwar verzeichnen auch die Privatquartiere, wie Frühstückspensionen, Bauernhöfe oder Privatzimmervermietungen, in Salzburg ein Minus – das fällt für Juli mit 11 Prozent Buchungsrückgang deutlich geringer aus als in der Hotellerie (-21,2 Prozent).

Begehrt sind diesen Sommer kleine, familiengeführte Unterkünfte in Seenähe. „Die Prognose für Juli und August ist sehr gut. Das Minus vom Frühling kann aber nicht aufgeholt werden“, bilanziert Gundi Schirlbauer vom Tourismusverband Fuschlseeregion.

Einheimische Urlauber retten diese Saison
Über eine gute Buchungslage freut sich Hannelore Leitner von der Pension Sonnhof in Fuschl: „Bei uns war es wie immer. Unsere beiden Ferienwohnungen sind gut gebucht.“ Heidemarie Traunwieser von der Pension Falkensteiner in St. Gilgen verzeichnet einen Zuwachs bei den inländischen Besuchern. „Die einheimischen Gäste sind uns treu geblieben, auch wenn es nur viele Kurzaufenthalte waren“, so die Inhaberin.

Zufrieden ist auch Frederik Verhorstert von der Pension Oberweissburg in St. Michael im Lungau: „Die vergangenen beiden Monate waren sehr gut. Schwierig wird, dass Durchreisende aus Deutschland nicht mehr bei uns halten dürfen.“

Albert Ebner, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Salzburg,  im „Krone“-Interview über Entwicklungen in dieser Saison:

Herr Ebner, gerade kleine Pensionen und Privatzimmervermieter sind in diesem speziellen Sommer gut durchgekommen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?
Viele Österreicher machen Gott sei Dank trotz Krise Urlaub im eigenen Land. Das hat einen positiven Effekt gebracht und vieles abfedern können. Gerade am Land, in See- und Bergregionen, haben die Betriebe profitiert. Mein Wunsch ans Christkind: Ich hoffe, dass dieser Trend anhält.

Welche Betriebe hatten weniger Auslastung?
Negativ ausgewirkt hat sich die Krise auf die Stadthotellerie. Im städtischen Bereich hat es auch Pensionen getroffen. Berge und Seen waren diesen Sommer das Thema.

Wie kann die diesjährige Wintersaison gelingen?
Wir arbeiten gerade mit der Politik und Experten verschiedenster Branchen intensiv daran, ein Konzept zu erstellen. Das soll bundesländerübergreifend gelten, denn die Touristiker wünschen sich einheitliche Vorgaben. Bis Ende des Monats, spätestens Anfang Oktober, soll das Konzept stehen.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 01. Oktober 2020
Wetter Symbol
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.