21.08.2020 07:05 |

Heimaturlaub boomt

Einheimische stürmen die Berge und Seen

Die Reisewarnungen in Kroatien und auf den Balearen sorgen dafür, dass der Heimaturlaub in dieser Saison boomt. Knapp ein Drittel des Salzburger Tourismus entfällt auf Österreicher. An den Seen sind es noch mehr: „70 Prozent der Gäste kommen sicher aus dem Inland“, so Manuela Bacher von Seenland Tourismus.

Eine lange Schlange aus Familien und Bergsteigern bildet sich am Donnerstag vor der Liechtensteinklamm im Pongau. Der Heimaturlaub erlebt vor allem durch die Reisewarnungen in den südlichen Ländern einen richtigen Aufschwung. Auch deutsche Touristen tummeln sich in der Warteschlange: „Wir mussten unseren Ägypten-Urlaub kurzfristig stornieren und haben uns stattdessen für ein paar schöne Tage in Salzburg entschieden“, berichtet etwa Daniela Settele aus Unterallgäu in Bayern, die mit ihrem Mann und den zwei Kindern die Liechtensteinklamm besucht.

Deutlich mehr Anfragen nach Kroatien-Warnung
Schauplatzwechsel in den Pinzgau: Mit Rucksack und Kamera bewaffnet stehen auch hier Touristen wie Einheimische für eine Schifffahrt am Zeller See Schlange. „Zwei Mal pro Jahr kommen wir nach Zell am See. Hier fühlen wir uns einfach sicher“, erzählen Axel und Denise aus Niederösterreich. Das Interesse der Urlauber an Salzburgs Seen und Bergen zeigt sich auch in der Statistik: „An den Seen kommen sicher 60 bis 70 Prozent der Urlauber aus Österreich. Da für viele der Urlaub am Meer wegen der Reisewarnungen ins Wasser fällt, ist unsere Seenlandschaft sicher eine gute Alternative“, so Manuela Bacher, Geschäftsführerin der Salzburger Seenland Tourismus.

Auch Leo Bauernberger von Salzburg Land Tourismus bestätigt den Trend: „Seit die Reisewarnung in Kroatien in Kraft ist, merken wir deutlich mehr Anfragen in Hotels, Appartements und auch auf den Hütten.“

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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