04.08.2020 15:00 |

Gute Buchungslage

Einige Pinzgauer Hotels haben ein Gäste-Plus

Groß waren die Ängste im Frühjahr bei den Touristikern: Das Coronavirus könnte die Sommer-Saison vermiesen. Zumindest im Pinzgau ist dies nicht der Fall, wie ein Rundruf der „Krone“ zeigt. Die meisten Betriebe sind gut ausgelastet und geben sich zufrieden. Vor allem die Winter-Stammgäste kommen zum Urlauben.

„Wahnsinnig gut“ läuft es, sagt Hotelier Matthias Leitner und überrascht mit folgender Aussage: „Wir haben sogar ein Plus von 15 bis 20 Prozent im Juni gegenüber dem Vorjahr.“ Und das im Corona-Sommer? „Wir haben einen Riesenvorteil, da wir immer schon viele deutschsprachige Gäste hatten.“ Allein 50 Prozent der Gäste seien Stammgäste. Der Rest komme von direkten Buchungen, keine Plattformen. Ähnliches berichtet Hotelière Anna Unterkofler: „Wir stehen bei 90 Prozent Auslastung“, erklärt sie zufrieden. Viele Deutsche und Österreicher seien hier, zudem kann ihr Kapruner Hof auf eine „treue Gästeschicht mit vielen Stammbesuchern“ zählen.

Stammkunden-Faktor wirkt

Tatsächlich sind die Stammkunden das sprichwörtliche Zünglein an der Waage. Dabei sah es vor Wochen noch nicht so rosig aus: „Wir hatten schon sehr viele Stornierungen“, schildert Unterkofler. Doch mit der Grenzöffnung kamen die Touristen und ein regelrechter „Buchungswahn“, wie es eine Touristikerin nannte. „Wenn es so gut weiterläuft, kann man sehr froh sein“, so Unterkofler. Und selbst aus dem an internationalen Gästen verwöhnten Zell am See gibt es Positives zu hören: „Zurzeit darf bei uns keiner jammern“, schmunzelt Hotelier Johann Hacksteiner. Dafür wirkt sich der Corona-Sommer auf andere Bereiche aus: beispielsweise auf den Business-Bereich, Stichwort Seminare. Hier berichten spezialisierte Hoteliers von Rückgängen.

Coronavirus macht weiterhin Sorgen

Allgegenwärtig ist die Sorge eines neu auftretenden Corona-Clusters wie am Wolfgangsee: Man sei „sehr vorsichtig“, sagt Unterkofler. Ähnlich sieht es auch Leitner mit einem Nachsatz: „Es bringt sich aber nichts, den Kopf in den Sand zu stecken.“

Von
Antonio Lovric
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