02.08.2020 06:15 |

600 Tests pro Tag

Steiermark rüstet sich für zweite „Corona-Welle“

Das Warten auf die zweite „Welle“! Alle Experten sind sich darüber einig, dass sich die Corona-Situation im Herbst noch einmal verschärfen wird. Die „Krone“ hat bei der zuständigen Gesundheitslandesrätin nachgefragt, wie sich die Steiermark darauf vorbereitet. So soll es künftig etwa in allen Bezirken „Drive-In-Stationen“ für Corona-Tests geben.

Aktuell ist die Covid-Situation in der Steiermark unter Kontrolle. Stand gestern waren es laut Ministerium 118 Erkrankte - sieben Persoen sind aktuell hospitalisiert, drei davon liegen auf einer Intensivstation. „Bezogen auf die Einwohnerzahl hat nur Kärnten weniger Infizierte als wir“, stellt Landesrätin Juliane Bogner-Strauß klar. Die ominöse Corona-Ampel wäre in unserem Bundesland also auf Grün. „Zumindest nach den Indikatoren, die wir bis jetzt kennen.“ Das liegt vor allem daran, dass man bisher alle aufgetretenen Cluster relativ rasch in den Griff bekommen hat - wie zuletzt etwa in Wald am Schoberpaß.

Über 81.000 Steirer wurden bisher getestet
Kritik am Testsystem des Landes lässt die ÖVP-Politikerin nicht gelten. „Es gibt klare Vorgaben vom Bund, wer wann getestet wird.“ Über 81.000 Menschen wurden in der Steiermark bisher auf Covid-19 getestet - pro Tag werden aktuell knapp 600 Untersuchungen durchgeführt. Dazu hat man laut Landesrätin weitere Kapazitäten mit zwei neuen Laboren in der Hinterhand. „Wir sind natürlich bestrebt, unsere Kapazitäten auszubauen - allerdings sind wir leider bei den dafür nötigen Materialien beschränkt. Was daran liegt, dass jedes Bundesland einzeln seine Tests anschaffen muss.“

„Drive-In-Stationen“ in allen Bezirken
Definitiv ausgebaut werden die „Drive-in-Stationen“: Zu den bereits bestehenden Einrichtungen in Liezen und Judenburg kommen in den nächsten Wochen Lannach (anstelle von Seiersberg), Kapfenberg, Feldbach und Graz-Mariatrost hinzu. „Bis zum Herbst wollen wir dieses Modell in allen Bezirken ausrollen“, stellt Bogner-Strauß klar.

Genügend freie Kapazitäten in den Spitälern
In Krankenhäusern wird wieder die Versorgungs-Linie 1 mit dem LKH-Univ. Klinikum Graz, dem LKH West und dem LKH Leoben für Corona-Patienten „reserviert“. In Hoch-Zeiten des Virus waren nicht einmal 20 Prozent der Kapazitäten belegt. So gut die Steiermark auch vorbereitet scheint, wird es im Herbst wohl auch ein großes Maß an Eigenverantwortung von uns allen brauchen!

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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