16.07.2020 16:30 |

Im Herbst fertig

Ennstal: Grimmingbrücke entschärft „Todesstrecke“

Die neue „Grimmingbrücke“ bei Trautenfels nimmt langsam Gestalt an. Sie ist eine von 14 Maßnahmen, die die berüchtigte und unfallanfällige Strecke der B 320 im Ennstal entschärfen sollen.

Viele Autofahrer haben ein mulmiges Gefühl, wenn sie auf der Ennstal-Bundesstraße unterwegs sind: Zu oft hat es schon gekracht, zu viele Menschen haben hier schon ihr Leben lassen müssen. Seit die „Steirerkrone“ auf die Zustände aufmerksam gemacht hat, wird die berüchtigte B 320 sukzessive sicherer gemacht.

Das geht nicht von heute auf morgen, aber Verkehrslandesrat Anton Lang drängt, urgiert, hakt nach. Sieben Bauvorhaben entlang der Todesstrecke sollen bis 2023 umgesetzt werden, sieben weitere bis 2029. Die Coronakrise soll die Straßenbauer, die die millionenschweren Projekte abarbeiten müssen, nicht aufhalten!

Grimmingbrücke als Kernstück
Kernstück der Sicherheitsoffensive im Bezirk Liezen ist der Totalumbau der unfall- und stauträchtigen Kreuzung Trautenfels. Die „Grimmingbrücke“ ist das zentrale Bauwerk der Kreuzung, sie führt in Zukunft über einen darunterliegenden Verteilerkreis und nimmt immer mehr Gestalt an, wovon sich Lang beim gestrigen Baustellenbesuch überzeugen konnte. „Es ist überaus beeindruckend, wie weit die Arbeiten schon fortgeschritten sind. Schon im September wird das gesamte Objekt stehen.“

Längste integrale Brücke Österreichs
Die Ausmaße der Brücke sind enorm. Bis zur Fertigstellung sollen exakt 3456 Kubikmeter Beton und 652 Tonnen Stahl verbaut sein – mit einer Länge von 135 Metern wird sie dann die längste so genannte integrale Brücke Österreichs sein. Das bedeutet, dass auf die herkömmliche Bauweise verzichtet wird, wie Projektleiter Johannes Köberl erklärt: „Wir verwenden einen mit speziellen Fasern verstärkten, ultrahochfesten Beton, der bei einer Bauteildicke von nur wenigen Zentimetern die Verformungen der Brücke so aufnehmen kann, dass die Straße nicht beschädigt wird.“ Stahlbeton dagegen verändere seine Ausdehnung in Abhängigkeit zur Temperatur.

Auf Hochtouren laufen auch die Arbeiten am darunterliegenden Verteilerkreis: „Damit wird die Kreuzungssituation der B…320 mit der B…75 und der B…145 dauerhaft verkehrstechnisch gelöst“, betont Liezens Baubezirksleiter Rainer Kienreich. Mit einer Fertigstellung rechnet man 2021. Fast ein Wunder – denn im Ennstal hatte kaum jemand mehr damit gerechnet, dass dieses Mega-Projekt jemals realisiert wird

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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