02.07.2020 08:08 |

Screenings freiwillig

Covid-Testserie im Pongau kommt gut an

Die freiwillige Covid-Testserie in der Region Wagrain-Kleinarl lieferte überraschende Erkenntnisse: Drei Personen in zwei Hotels wurden positiv getestet. In den Gemeinden kommt die Vorgangsweise gut an. „Nur so können wir das Vertrauen in Österreich als Urlaubsland stärken“, betont Tourismuschef Stefan Passrugger.

„Für uns war von Anfang an klar, dass wir bei diesem Projekt mitmachen“, erklärt Michaela H., Chefin eines Apartments in Kleinarl. Zwei Service-Mitarbeiter ihres Betriebs wurden bereits zum zweiten Mal getestet. Und die Bereitschaft nimmt zu: „Ich merke das vor allem an den Gesprächen bei den Stammtischrunden. Die Leute motivieren sich gegenseitig, zu dem Screening zu gehen“, berichtet die Unternehmerin.

Auch in Wagrain lassen sich immer mehr Personen testen. „Ich schätze, dass in unserem Tal 70 Prozent der Betriebe bei der Aktion mitmachen. Diese Strategie ist extrem wichtig, auch im Falle einer zweiten Welle“, schildert Josef Herzmaier, Chef der Kühberg-Alm in Wagrain. Auch seine sechs Mitarbeiter ließen sich zum zweiten Mal testen. Rund 55 Betriebe in der Tourismusregion Wagrain-Kleinarl beteiligen sich derzeit am Covid-Screening.

„Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nie“
Stefan Passrugger, Geschäftsführer des Wagrain-Kleinarl Tourismus, hofft, dass es nicht bei 55 Betrieben bleibt. „Wir profitieren schließlich alle davon, wenn wir das Vertrauen in Österreich als Urlaubsland durch diese Test-Strategie stärken.“ Einige besorgte Gäste hätten sich bereits bei ihm gemeldet. „Ich habe die Urlauber beruhigt und ihnen versucht zu erklären, dass wir durch diese Transparenz die Sicherheit der Urlauber erhöhen.“ Eine 100-prozentige Sicherheit gebe es nur durch tägliche Tests und dies sei logistisch nicht umsetzbar, so Passrugger.

Kritik an der Umsetzung und dem verbundenen Verwaltungsaufwand kommt von Bezirkshauptmann Harald Wimmer. „Wir müssen die behördliche Bearbeitung der Corona-Fälle neben unseren eigentlichen Arbeiten erledigen. Das geht sich hinten und vorne nicht aus“, beklagt Wimmer. Das soll sich ändern: Ab heute greifen zehn Soldaten aus der Kaserne St. Johann im Pongau der Bezirkshauptmannschaft unter die Arme.

Während der Bund bereits testet, wartet das Land Salzburg nach wie vor auf die Freigabe eigener Checks. So hat Salzburg beim Ministerium etwa für Tests in Asylheimen angesucht. Währenddessen fordert die Stadt Salzburg weitere Tests in Pflegeeinrichtungen. Bisher wurden die Seniorenwohnheime nämlich nur einmal durchgetestet.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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