Landesrätin klärt auf:

„Covid-Knigge“ für positive Ex-Erkrankte

Die Ergebnisse der beiden großen Corona-Studien des Landes liegen vor: Bei 224 Personen wurden Antikörper nachgewiesen. Was bleibt, ist die Frage, wie die Betroffenen mit ihrer zurückliegenden Erkrankung nun umgehen sollen. Die „Krone“ hat dazu bei Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig nachgehakt.

Als am Wochenende jene Personen, bei denen im Rahmen der Wachau-Studie Antikörper entdeckt werden konnten, verständigt wurden, läutete das Telefon von Josef Kitzler Sturm. „Sie alle wollten wissen, wie sie sich jetzt verhalten sollen“, schildert der Präsident des örtlichen Fördervereins der Kirche, der die Studie mit organisierte. Eine klare Antwort musste er den Betroffenen aber letztlich schuldig bleiben, weil es einerseits noch keine einheitlichen und offiziellen Empfehlungen gibt, obwohl andererseits auch noch nicht nachgewiesen ist, ob das Virus bei jenen Personen, die gar keine Symptome hatten, nicht auch Folgeschäden hinterlassen kann. „Wir wollen wissen, ob wir zum Arzt gehen müssen, um etwa einen Lungenfunktionstest zu machen“, meldeten sich Betroffene bei der „Krone“. Fragen, bei denen viele der insgesamt 224 Personen, die in Reichenau an der Rax und Weißenkirchen in der Wachau ein positives Antikörper-Ergebnis hatten, noch im Dunklen tappen.

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Die Antiköpertestungen sollen besonders Rückschlüsse auf die Allgemeinheit ermöglichen, zumal wir über das Virus noch zu wenig wissen. Jede zusätzliche Information, die wir erhalten, kann eine wertvolle Hilfe im weiteren Umgang mit dieser Erkrankung sein und wichtige Hinweise für künftige Teststrategien geben. Ein positiver Antikörpertest sagt nur aus, dass eine Person Kontakt mit dem Virus gehabt hat.

Ulrike Königsberger-Ludwig (SP)

In das möchte nun Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig Licht bringen. Gegenüber der „Krone“ stellt sie klar: „Laut unseren Medizinern gilt, dass keine weiteren Maßnahmen zu treffen sind, wenn keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen. Personen, die aber spezifische Beschwerden wahrnehmen, sollten das sicherheitshalber beim Hausarzt abklären.“

Neuinfektionen in Spital und bei der Feuerwehr
Für Aufsehen sorgte indes auch die Rückkehr des Virus in der Landeshauptstadt. Ein Verwaltungsmitarbeiter der Stadtfeuerwehr wurde zuletzt positiv getestet. Insgesamt zehn Personen standen mit dem Infizierten in Kontakt und müssen daher nun in Quarantäne. Einer der betroffenen Personen ist auch Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Er befinde sich aktuell im Homeoffice und verspüre, genau wie die anderen Betroffenen, vorerst keinerlei Symptome, heißt es.

Darüber hinaus ist nun klar, dass sich das Virus nicht nur im, sondern auch aus dem Landesklinikum Neunkirchen weiter verbreitet hat. Das wiederum durch eine Patientin, die aus Neunkirchen ins Wiener Neustädter Klinikum überstellt wurde - und dort weitere drei Patientinnen sowie einen Krankenhausmitarbeiter ansteckte, ehe das Virus bei ihr nachgewiesen werden konnte. Insgesamt sind bereits 24 Fälle rund um den Neunkirchener „Klinikums-Cluster“ bekannt.

Nikolaus Frings
Nikolaus Frings
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