24.06.2020 21:03 |

Salzburger Konferenz

Experten erwarten durch Pandemie Armuts-Anstieg

Die Armutskonferenz rechnet durch das Coronavirus mit einem verzögerten Anstieg bei den von Armut Betroffenen.

"Die Krise hat jetzt gezeigt, wie schnell Menschen auf einmal betroffen sein können", sagt Carmen Bayer, Sprecherin der Salzburger Armutskonferenz. Das Netzwerk von rund 30 Sozial- und Bildungseinrichtungen rechnet wegen der Pandemie mit einem verzögerten Anstieg der Armut. 26.000 Salzburger hatten im Mai keinen Job, das sind doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. “Die Gesichter der Armut sind vielseitig: Einsamkeit, beengte Wohnverhältnisse, Schüler, die wegen fehlender technischer Ausstattung den Anschluss verloren haben", sagte Bayer.

Erschwerend kommt dazu, dass Ende Juni Maßnahmen wie der Kündigungsschutz und die Möglichkeit auf Mietstundungen auslaufen. Laut Armutskonferenz brauche es jetzt langfristige Pläne und Strategien. Eine zentrale Forderung ist die Erhöhung des Arbeitslosengelds auf 70 Prozent oder eine Überarbeitung des neuen Sozialhilfe-Grundsatzgesetzes. Ein weiter Vorschlag der Konferenz ist geringfügig Beschäftigte in die Kurzarbeit aufzunehmen.

 Salzburg-Krone
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