Schwechat müht sich

Parkplatz-Chaos: Stadt sucht jetzt nach Auswegen

Wohin mit den Autos? Eine Frage, die vor allem in den Gemeinden am Wiener Stadtrand für hitzige Diskussionen sorgt. So auch in der Flughafenstadt Schwechat – wo die Ausweitung der Kurzparkzone jenseits der Wiener Stadtgrenze rasche Reaktionen provoziert. Aber nicht nur Pendler, die Simmering nun meiden, sind ein Problem. Auch viele Flugpassagiere wollen hier (noch) gratis parken.

Der Ausbau der Schnellbahnstrecke S7 war und ist für viele Pendler eine sehr wichtige Maßnahme. Seit die öffentliche Anbindung an die Bundeshauptstadt aber besser geworden ist, hat man auch mit Parkpickerl-Flüchtlingen zu kämpfen, die in Schwechat möglichst nahe an einer Umsteigemöglichkeit zur Wiener U-Bahn hier ihre Autos stehen lassen. Noch dazu, weil auch die alte Kernzone 100 noch Schwechat inkludiert.

Dazu kommen noch etliche Flugreisende, die eine Station vor dem Airport, der sich im europaweiten Vergleich an der Spitze der Parktarife befindet, kostenlos parken wollen. Beide sind vor allem den Anrainern ein Dorn im Auge. Und mit der Einführung der Kurzparkzone in Simmering hat sich das Problem noch mehr verschärft – die „Krone“ berichtete. Nun will der Wiener Bezirk das kostenpflichtige Areal ausweiten, nur das Gewerbegebiet soll gratis bleiben. Damit Zone dürfte sich das Problem in der Flughafen-, Raffinerie- und Braustadt aber noch zusätzlich verschärfen.

Bürgermeisterin Karin Baier (SP) hatte deshalb bereits eine Studie zur Parkraumbewirtschaftung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse noch vor dem Sommer präsentiert werden. Anrainer pochen auf eine Kurzparkzone im ganzen Ort, seitens der Politik will man dem Vernehmen nach aber nicht ganz so restriktiv vorgehen. Immerhin parken auch viele Angestellte des Flughafens – der viel Kommunalsteuer bringt – im Ort. Zudem wollte man eine eventuelle wienweite Kurzparkzonenlösung abwarten.

Bald wissen die Parteien im Gemeinderat sowie die betroffenen Anrainer mehr. An Lösungen wird übrigens in enger Abstimmung mit der Bezirksleitung in Simmering gearbeitet, Ziel war hier immer eine langfristige Lösung. Sehr zum Ärger der Oppositionsparteien, die lieber aufs Gas stiegen würden.

Thomas Lauber
Thomas Lauber
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