12.06.2020 07:00 |

Erstes Saisontor

Hartberg: Dante wie ein Phönix aus der Asche

Hartberg-Youngster Amadou Dante ist einer der „Gewinner“ der Corona-Pause. Seit dem Bundesliga-Neustart, und vor allem nach seinem ersten Saisontor beim 4:2-Sieg in Wolfsberg, ist der Flügelflitzer in der Truppe von Markus Schopp gesetzt. Die „Steirerkrone“ hörte sich im Umfeld um. So tickt das Juwel aus Mali. 

Lehrlingsheim in Hartberg. In einem kleinen, aber feinen Zimmer sitzt Amadou Dante. Der 19-jährige Außenspieler aus Mali antwortet via WhatsApp auf die Fragen der „Steirerkrone“. Spannende Tage liegen hinter ihm. Gleich dreimal stand der Senkrechtstarter zuletzt in der Startelf der Oststeirer. Beim 4:2 gegen den WAC gelang ihm nun sein erstes Bundesligator.

Hartberg ist die erste Auslandsstation des Sturm-Leihspielers in Europa. Doch erst spielte er nicht, pendelte zwischen Tribüne und Ersatzbank. Dann kam Corona. „Und Amadou wohnte alleine im Lehrlingsheim, wir haben ihm eine kleine Küche eingerichtet. Er hat sich dann selbst versorgt, ist auch mit erst 19 Jahren sehr selbstständig“, weiß TSV-Vorstand Wolfgang Kampl als Lehrlingsheim-Leiter. Er kennt Dante so gut wie sonst keiner in Hartberg. „Amadou ist sehr zielstrebig, will unbedingt seinen Traum als Fußballer leben. Vor Corona hat er auch ständig an Deutschkursen teilgenommen. Er will sich beweisen.“ Was er nun auch in der Schopp-Elf tut. Dante ist seit dem Liga-Neustart gesetzt, ist ein „Gewinner“ der Corona-Pause.

Sportchef Erich Korherr weiß warum: „Dante ist als Linksverteidiger gekommen. Markus Schopp hat ihn nun ins Mittelfeld versetzt. Dort kommt er besser zu Geltung. Er ist technisch gut und kann hier seinen Speed gut einsetzen. Er ist ein Rohdiamant, braucht aber noch den Feinschliff.“

Kanouté als Berater
Nach Europa kam Dante durch Ex-Star-Stürmer Frédéric Kanouté. Afrikas Fußballer des Jahres 2007 ist der Berater des Youngsters, der sich in Hartberg pudelwohl fühlt: „Ich bin glücklich, dass ich nun spiele. Ich habe noch viel zu lernen, aber das Team unterstützt mich.“ Nach der Saison soll es zurück zu Sturm gehen. „Aber vielleicht kann er ja noch ein Jahr bei uns bleiben. Wir werden mit Sturm reden“, so Korherr.

Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser
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