Unfall auf Rodelbahn

Bergbahnen: Keine technische Ursache für Unglück

Steiermark
24.08.2010 11:53
Die Fahrt mit einer Sommerrodelbahn ist für zwei Oststeirer auf der Turracher Höhe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet am Sonntag zum Höllentrip geworden. Die Urlauber geben einem kaputten Gurt die Schuld, dass sie schwer verletzt wurden. Der Betreiber schließt einen technischen Defekt hingegen aus, auch der Sachverständige habe keine technische Ursache festgestellt.

Um 10.20 Uhr setzte sich ein 24-Jähriger aus St. Anna am Aigen in die Rodel, hinter ihm nahm sein 21-jähriger Bekannter Platz. Auf halber Strecke - insgesamt beträgt sie 1,6 Kilometer und führt 200 Meter in die Tiefe - geschah dann das Unglück.

An Händen und Beinen verletzt
Laut Angaben des Älteren löste sich plötzlich der Sicherheitsgurt, woraufhin er sich nur mehr mit größer Kraftanstrengung in der Rodel festhalten konnte. Und er konnte nicht bremsen, weil der rechte Fuß den entsprechenden Hebel blockierte. Der 24-Jährige erlitt einen Bruch des rechten Mittelfußknochens, zudem wurde am rechten Ringfinger die Sehne durchtrennt. Sein Bekannter - er hatte verzweifelt versucht, das Gefährt zu stoppen - wurde mit schweren Verbrennungen am rechten Bein und einem Kreuzbandriss ins Spital gebracht.

"Rodel ist technisch okay"
Der - angezeigte - Betreiber des "Nockyflitzers" weist jede Schuld von sich. Edmund Zarre: "Ich kann nur vermuten, dass einer der Gäste das rechte Bein hinausgestreckt hat. Die Rodel ist technisch okay!" Außerdem habe ein Sachverständiger am Montag die Rodelbahn untersucht, er habe keine technische Ursache für den Unfall festgestellt, so der Geschäftsführer der Bergbahnen, Fritz Gambs. Gambs erklärte auch, dass bei der Abfahrt der beiden die Gurten geschlossen waren. "Das belegen automatische Foto-Sicherheitsaufnahmen."

von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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