28.05.2020 16:50 |

Umfrage-Ergebnis

Salzburger Industriebetriebe setzen auf Kurzarbeit

Rund drei Viertel der Salzburger Industriebetriebe setzen infolge der Corona-Krise auf Kurzarbeit. Während also die Produktion gedrosselt ist, wird weiter in die Zukunft gedacht, denn gut zwei Drittel wollen in der Forschung nicht den Sparstift ansetzen. Das ergab eine Umfrage der Salzburger Industriellenvereinigung (IV), die laut IV-Sprecher Matthis Prabitz „einen schönen Querschnitt“ abbildet.

Konkret setzen 74 Prozent der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, auf Kurzarbeit, und 37 Prozent wollen das Modell auch verlängern, um die Auftragsausfälle zu kompensieren und die Mitarbeiter halten zu können. „Das Instrument der Kurzarbeit hat sich in der Krise durchaus bewährt. Umso erfreulicher, dass die Corona-Kurzarbeit - zunächst mit drei Monaten befristet - nun um bis zu drei Monate verlängert werden kann“, meinte der Salzburger IV-Präsident Peter Unterkofler am Donnerstag in einer Aussendung.

Auch wenn langsam wieder ein Gefühl von Normalität im Alltag einkehre, sei man von einem wirtschaftlichen Normalbetrieb noch weit entfernt. Dass 68 Prozent der Unternehmen dennoch Forschungsausgaben wie geplant halten wollen, sei erfreulich. Ein Viertel der Betriebe will in diesem Bereich allerdings Kürzungen vornehmen, während fünf Prozent der Befragten die Investitionen in die Forschung sogar erhöhen möchten. Die Situation für Industrie-Lehrlinge geben drei Viertel der Betriebe in Salzburg als unverändert an. Die Anzahl der Bewerber und der verfügbaren Lehrstellen bleiben soweit unverändert.

An der Umfrage haben sich 46 Salzburger Industriebetriebe beteiligt. „Das ist zwar keine sehr große Zahl, aber es sind sehr große Unternehmen genau so dabei wie sehr kleine, es ergibt also durchaus einen schönen Querschnitt“, sagte Prabitz zur APA.

 Salzburg-Krone
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