21.05.2020 07:13 |

Vorbereitungen laufen

Noch acht Tage: Hoteliers fiebern Öffnung entgegen

Der Countdown läuft: Am 29. Mai dürfen Salzburgs Hoteliers wieder aufsperren. Zur Vorfreude mischt sich auch Unsicherheit. „Dass Corona kam, wusste niemand“, schildert eine Lungauer Hotelière.

Nach Wochen der Stille kehrt endlich wieder Leben in Salzburgs Hotels und Apartments ein. Die Vorbereitungen für die große Saisoneröffnung am 29. Mai laufen in vielen Betrieben auf Hochtouren. „Wir freuen uns sehr, wenn wir endlich wieder Gäste empfangen können. In drei Stufen öffnen wir unsere Hotels“, berichtet Ralph van Kollenburg, Geschäftsführer der Aparthotels Alpin Rentals/Alpin Family im Pinzgau. Bis Ende Juni wolle man alle Mitarbeiter in gewohnter Weise in den Hotels beschäftigen. „Die Maßnahmen der Regierung sind auch alle umsetzbar, da sehen wir keine Probleme“, ergänzt Christoph Mazur, operativer Leiter des Betriebs. Er hofft ab Herbst auf eine normalere Saison.

Aparthotel steigt auf Voll-Digitalisierung um
Eine ungewohnte Saison wird es hingegen für Anja Hutter, Chefin des Aparthotels Hutter am Katschberg. „Wir setzen ab sofort auf Voll-Digitalisierung. Vom Online-Check-in, über Frühstücksservice ins Zimmer bis zum digitalen Check-out ist bei uns Urlaub ohne jeglichen Kontakt möglich“, berichtet die Lungauerin. Vor neun Monaten hatte Hutter das Projekt mit ihrem Mann geplant.

„Wir wollten in die Zukunft investieren. Dass dann Corona kam, wusste niemand. Nun können wir von unserer Online-Umstellung gleich doppelt profitieren“, so die Hotel-Chefin. Auch die anderen Maßnahmen ließen sich gut umsetzen, mit Ausnahme des Wellness-Bereichs. „Es wird schwierig, in einer Sauna zehn Quadratmeter pro Person einzuplanen, wenn die Sauna nur zehn Quadratmeter groß ist“, meint Hutter. Sie will nun auf private Spa-Nutzung von Familien und Paaren, die sich stundenweise abwechseln sollen, setzen.

Trotz baldiger Öffnung drohen den Salzburger Hotels herbe finanzielle Verluste. Zahlreiche Betroffene beharren auf zusätzliche Zahlungen des Bundes. Der Großarler Hotelier Peter Hettegger forderte sogar eine Entschädigung, mittlerweile hat er seine Klage aber wieder zurückgezogen.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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