18.05.2020 12:09 |

Krise heizt Debatte an

Wohnen als Dauerproblem in der Stadt Salzburg

In ihrem ersten Jahr hat die neue Stadtregierung die Spielregeln für Wohnen geändert: Es gibt neue Wohnungsvergaberichtlinien, Flächen werden nur noch in die Kategorie „Förderbarer Wohnbau“ umgewidmet und insgesamt wurden 543 neue Wohnungen auf den Weg gebracht. Leistbares Wohnen ist aber ein Dauerproblem.

Man ist auf einem guten Weg – da ist sich die Stadtregierung nach einem Jahr im Amt einig. Mit der Umsetzung der neuen Wohnungsvergaberichtlinien wurde das mehr als 20 Jahre alte Vergabesystem der Stadt auf neue Beine gestellt. Auch das Sanierungsbudget wurde verdoppelt, damit Wohnungen aus dem Eigentum der Stadt schneller wieder am Wohnungsmarkt landen. „Leider ist es nach wie vor so, dass wir bei etwa 3000 Wohnungssuchenden auf unserer Warteliste und nur knapp 500 freiwerdenden Wohnungen im Jahr noch immer vor allem den Mangel verwalten müssen“, sagt Stadträtin Anja Hagenauer (SPÖ). Geht es nach ihr, braucht es mehr geförderte Mietwohnungen.

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Die Auswirkungen vieler Maßnahmen werden erst sichtbar. Wohnungen, die jetzt auf den Weg gebracht werden, sind erst in zwei bis drei Jahren fertig.

Barbara Unterkofler (ÖVP), Vizebürgermeisterin

Die für Planung verantwortliche Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP) gibt zu bedenken: „Wohnungen, die jetzt auf den Weg gebracht werden, sind erst in zwei bis drei Jahren fertig.“ Man habe in dem ersten Jahr bereits 543 neue Wohnungen auf den Weg gebracht, davon sind 339 geförderte Mietwohnungen. Zudem werden Umwidmungsflächen für Wohnbau nur noch in die Widmungskategorie „Förderbarer Wohnbau“ umgewidmet. Seit Amtsantritt der neuen Stadtregierung wurde eine Fläche im Gesamtausmaß von 25.485 Quadratmetern in dieser Kategorie umgewidmet. „Somit werden die Flächen dauerhaft für leistbares Wohnen sichergestellt“, betont Unterkofler.

Soforthilfe-Maßnahmen fürs Wohnen gefordert
Die KPÖ Plus stört sich seit jeher an den zu hohen Mieten. „Viele Salzburger waren bei den teuren Mieten schon vor Corona am Anschlag“, warnt Gemeinderat Kay-Michael Dankl. Er präsentierte dem Gemeinderat zehn Erste-Hilfe-Maßnahmen, darunter einen Mietenstopp.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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Montag, 25. Mai 2020
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