18.05.2020 06:00 |

Erste Messen

„Auferstehungsfeier“ in den steirischen Kirchen

Neue strenge Regeln gelten auch in Gotteshäusern. Desinfektionsmittel anstelle von Weihwasser. Ein „Krone“-Lokalaugenschein im Grazer Dom.

Wir dürfen uns freuen, dass wir uns wieder als Gemeinde versammeln dürfen.„ Als er gestern kurz nach halb zehn am Vormittag die ersten Mitglieder seiner Gemeinde begrüßte, war die Erleichterung auch dem Grazer Dompfarrer Heinrich Schnuderl anzumerken. Nach zweimonatiger Corona-Pause konnten die Gläubigen in der Steiermark den Tag des Herrn endlich wieder so begehen, wie sie es gewohnt sind - zumindest weitestgehend.

In der Landeshauptstadt machten sich die guten Beziehungen des Hausherren der Kathedralkirche jedenfalls bezahlt - just zum Kirchgang gewann die Sonne den Kampf gegen die Wolken und so gelangten alle Besucher der Heiligen Messe trockenen Fußes in den prächtigen Sakralbau.

Schutzmaske ist Pflicht
Am Ende werden es exakt 65 Gläubige (darunter auch Caritas-Direktor Herbert Beiglböck) sein, die Willi Voller, eigentlich Vorsitzender des Wirtschaftsrates der Dompfarre und gestern eine Art „Türsteher“, am Nordportal empfing. Einen jungen Mann aus Italien musste er schweren Herzens abweisen - er hatte seine Schutzmaske vergessen.

Diese ist nämlich in Zeiten wie diesen auch in der Kirche Pflicht. Der gewohnte Griff ins Weihwasser entfällt, stattdessen empfängt ein Ständer mit Desinfektionsmittel die Besucher. Die Plätze für die Gläubigen sind markiert - pro Bankreihe finden nur drei Personen Platz (ausgenommen Menschen in einem Haushalt), das Fassungsvermögen des Doms wurde so auf 103 Menschen limitiert.

„Zwangspause“ für den Domchor
“Auch wir müssen uns eben an diese Regeln halten - wir werden wegen der Masken auch weniger singen", erklärt Schnuderl, der als Pfarrer der einzige ohne Mund- und Nasenschutz war. Auch der Domchor muss aufgrund der Sicherheitsbestimmungen bis auf Weiteres pausieren - stattdessen sorgte gestern ein kleines Männerensemble für den musikalischen Rahmen.

Aber auch ohne Virus wäre es kein Gottesdienst wie immer gewesen - das Presbyterium des Doms wird nämlich seit Anfang Mai renoviert und ist deshalb noch bis November räumlich vom Rest der Kirche abgetrennt.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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