12.05.2020 19:15 |

Transitforum

Offensive für mehr Lärmschutz in Tirol gefordert

Stark reduziert hat sich durch das coronabedingte niedrigere Verkehrsaufkommen auch der damit verbundene Lärmpegel auf Tirols Straßen. Unter Federführung von Obmann Fritz Gurgiser fordert das Transitforum Austria-Tirol jetzt in einem Offenen Brief an den Landtag und die Landesregierung eine Lärmschutzoffensive.

Diese sei am Straßennetz der Gemeinden, des Landes und Bundes dringend notwendig, heißt es in dem Schreiben, das fünf Forderungen beinhaltet:

  • Die Reduktion der Lärmschwellengrenzwerte auf „gesundheitsrelevante Werte“, da diese nicht auf die „Gegebenheiten in unseren engen Gebirgstälern in Tal- und Hanglagen Bezug nehmen, sondern mit denen im Flachland identisch sind“, hebt Gurgiser hervor.
  • Eine Anwendung des Verursacherprinzips in der Finanzierung. Die derzeitige Methode, Gemeinden zur Mitfinanzierung zu zwingen, sei „sittenwidrig“ und führe dazu, dass Projekte aufgrund von fehlendem Gemeindebudget oftmals nicht umgesetzt würden.
  • In Ergänzung zum obigen Punkt wird die Gleichstellung des Straßenlärms mit privaten bzw. betrieblichen Lärmverursachern nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz, was die Finanzierung betrifft, gefordert. So wie private Haushalte und Betriebe auf eigene Kosten für Lärmreduktion sorgen müssen, müsse dies auch beim Lärmschutz gehandhabt werden. Die Mittel sollen aus Steuern und Kfz-Abgaben kommen.
  • Die Aufnahme aller Straßen in die so genannten „Umgebungslärmkarten“. Derzeit werden in diese nur jene Straßen aufgenommen, die eine Frequenz von drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr aufweisen.
  • Die Erhebung der Folgekosten des Lärms. Da dieser krank mache, werde auch das Gesundheitssystem massiv belastet. Ebenso würden private und betriebliche Liegenschaften entwertet und dem Tourismus Schaden zugefügt. Tirol als Erholungsraum zu bewerben und beim Lärmschutz zu sparen, passe nicht zusammen.
Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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